Freitag, 8. November 2002

Nur 26 Prozent lesen Software-Lizenzbedingungen

  • 91% der Befragten installierten Software zu Hause

Dank der immer schneller werdenen Einwahlverbindungen ist es heutzutage kein Problem mehr, sich Software aller Art vom Internet aus auf den eigenen Rechner zu installieren. Die bei der Installation erscheinenden Lizenzbedingungen werden zumeist überlesen und gedankenlos akzeptiert. Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid hat in einer Umfrage herausgefunden, dass lediglich 26 Prozent der Befragten die Software-Lizenzbedingungen gründlich durchlesen. Gerade einmal 12 Prozent lesen die Vereinbarungen bis zum Schluss, so Frank Wagner, verantwortlich für die Onlineaktivitäten bei TNS Emnid.

Diese Zahl ist niedrig, verwundert bei den umfangreichen und mit juristischen Termini vollgestopften Texten aber kaum. Das ergibt eine Menge an arglos weggeklickten, aber dennoch rechtsverbindlichen Verträgen: In den vergangenen zwölf Monaten haben 91 Prozent der Befragten zu Hause Software installiert, im Büro waren es immerhin noch 39 Prozent, so eines der Ergebnisse der Studie.

Websites: Nutzer verhalten sich vorsichtiger
Auf Websites verhalten sich die Internetnutzer hingegen vorsichtiger: 81 Prozent lesen die Datenschutzerklärungen vollständig oder zumindest teilweise, bei den Online-Shopping-AGBs sind es sogar 85 Prozent. Das liegt daran, dass dem Internet weniger Vertrauen entgegengebracht wird, meint Frank Wagner. Wer Software im Laden kauft, hat in der Regel eine Packung, eine CD-ROM und zumeist auch noch ein Handbuch. Das bilde laut Wagner eine bessere Vertrauensbasis.

Weitere Informationen:

  • TNS Emnid-Marktforschung

    8.11.2002 11:41