Bush öffnet Yellowstone Park für mehr Schneemobile
- Täglich bis zu 1.100 motorisierte Schlitten erlaubt
- Schwerer Rückschlag für Umweltschutz-Bemühungen
Die Regierung Bush macht - nach der Kahlschlag-Erlaubnis "zum Schutz der durch Wildwuchs gefährdeten Wälder" - eine weitere Verbeugung vor der Industrie. Künftig sollen im Yellowstone Nationalpark mehr Motorschlitten erlaubt werden. Die Regierung Clinton wollte sie aus Gründen des Umweltschutzes verbieten.
Nach Angaben der "Los Angeles Times" am Freitag will die Regierung in Washington in der kommenden Woche ihre Winterpläne für den vielbesuchten Nationalpark in Montana und Wyoming vorstellen.
Danach sollen täglich bis zum 1.100 motorisierte Schlitten zugelassen werden. In den vergangenen zehn Jahren wurde der Park in den Wintermonaten täglich von etwa 815 Schneemobilen befahren. Wegen der starken Lärm - und Abgasbelastung hatte der frühere US-Präsident Bill Clinton ein Verbot für Motorschlitten erwirkt, das im Jahr 2003 in Kraft treten sollte.
Seit Jahren tobt ein heftiger Streit um den Wintertourismus auf Motorschlitten. Die Hersteller von Schneemobilen und Hotelbetreiber warnen vor Geschäftseinbrüchen, falls die Zahl der Fahrzeuge reduziert wird. Die Umweltbehörde EPA in Montana stimmte für die Abschaffung der Schneemobile.
Die Fahrzeuge sind seit 1949 in dem rund 8.000 Quadratkilometer großen Park erlaubt, allerdings ist die Zahl der Motorschlitten in den letzten Jahren stark angestiegen.
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