Der Handel zittert um das Christkind
- Gründe: Konsumflaute und fehlende Bestseller
Wird das Christkind heuer brav sein? Trotz Konsumflaute, Euroverunsicherung und fehlender Bestseller wie Harry Potter hoffen die Händler auf den vorweihnachtlichen Kaufrausch. Die Prognosen für das X-Mas-Geschäft sind aber verhalten.
So wollen die Händler jetzt auch nicht an ein strahlendes Weihnachtswunder glauben. Susanne Eidler, Chefin des trendigen Modehauses Zara, stellvertretend für viele: "Wer heuer noch einmal den Umsatz von 2001 erreicht, ist schon ein Held."
Michael Wüger, Handelsexperte des Wifo, wird Ende November die erste fundierte Prognose liefern. Auch er wird eine Stagnation des Gesamtumsatzes ankündigen. Für die Geschäftsbetreiber wäre freilich schon das fatal. Buchhändler Karl Hintermayer: "Ein Nullwachstum ist für uns ein reales Minus, denn da ist die Inflationsrate noch nicht mitgerechnet." Und die laufenden Kostensteigerungen der Händler etwa durch höhere Kollektivverträge müssten eigentlich auch durch wachsende Einnahmen abgefangen werden.
Fehlende Bestseller
Die Wirtschaftsflaute ist noch gar nicht der einzige Grund für das Zittern um den großen Kaufrausch. Auch das Fehlen von programmierten Kassenschlagern - wie Harry Potter im Vorjahr - trägt zur allgemeinen Verunsicherung beil.
Morawa-Chef Gerald Schantin etwas muss zugeben, dass das neue Buch von Außenministerin Benita Ferrero-Waldner kaum so boomen wird wie die Bekenntnise des Sängers Dieter Bohen in Deutschland.
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