Städtische steigt bei Wienerberger ein
- 4,5 Millionen Aktien von Koramic übernommen
- Ziegelkonzern damit mehrheitlich im Streubesitz

Der börsenotierte Wiener Ziegelriese Wienerberger hat einen neuen Großaktionär aus dem Finanzsektor. Die Wiener Städtische Versicherung hat von dem belgischen Wienerberger-Kernaktionär Koramic rund 7 Prozent oder 4,5 Millionen Aktien zugekauft. Damit steigt der Anteil der Städtischen an dem Baustoffkonzern auf 9 Prozent, teilte Wienerberger am Donnerstag ad hoc mit. Bisher hatte die Städtische über mehrere Gesellschaften und Fonds rund 2 Prozent an Wienerberger gehalten.
Mit dem Verkauf des 7-prozentigen Aktienpakets sinkt der Anteil von Koramic auf rund 20 Prozent, wodurch auch die mit Kernaktionärin Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) syndizierten Anteile auf unter 50 Prozent fallen. Wienerberger ist damit mehrheitlich im Streubesitz.
Koramic und BA-CA hatten Ende August angekündigt, ihre syndizierten Beteiligungen an Wienerberger schrittweise und abgestimmt auf unter 50 Prozent reduzieren zu wollen. Zuletzt hatte es seitens der BA-CA geheißen: "Der Ball liegt bei Koramic. Wir haben klar vereinbart, dass Koramic den ersten Schritt setzt."
Wie Wienerberger heute weiter mitteilte, plant Koramic, in diesem Jahr keine weiteren Wienerberger-Aktien zu verkaufen. Langfristig wolle Koramic mit rund 10 Prozent Minderheitsaktionär bleiben. Die BA-CA habe zur Zeit nicht vor, Wienerberger-Aktien zu verkaufen, hieß es weiter.
Wienerberger schlossen gestern mit 15,10 Euro um 1,05 Prozent tiefer.
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