Montag, 4. November 2002

OeNB-Liebscher für Bestrafung von Defizitsündern

  • Stabilitätspakt besteht aus "vernünftigen Maßnahmen"

Der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Klaus Liebscher, hat sich für die Bestrafung jener Länder ausgesprochen, die den Stabilitäts- und Wachstumspakt nicht einhalten: "Für Länder, die den Stabilitäts- und Wachstumspakt und damit auch die Maastricht-Kriterien in Sachen Budgetdefizit nicht einhalten, soll es die vorgesehenen Konsequenzen geben".

So unterstrich der Gouverneur in seinem Einleitungsreferat zur Ost-West-Konferenz in Wien am Montag.

Auch die Kandidatenländer müssten die vorgesehenen Verschuldungskriterien einhalten. Der Stabilitäts- und Wachstumspakt enthalte "vernünftige und sinnvolle Meilensteine", sagte der Gouverneur. Die Beitrittsländer hätten aus ihrem Weg in die Europäische Union noch eine Reihe ungelöster Themen zu bewältigen, meinte Liebscher.

4.11.2002 10:01