Austria siegt weiter: Mit Mühe 2:1 gegen Admira
- Salzburg, GAK und Kärnten ebenfalls siegreich (Kasten rechts)
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Kärnten, Salzburg und GAK siegreich
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Die Wiener Austria weist weiter 12 Punkte Vorsprung auf den Aufsteiger Pasching auf, doch den mühevollen 2:1-Arbeitssieg in der 18. Runde am Samstag im Horr-Stadion gegen Schlusslicht Admira Mödling musste der Spitzenreiter der Fußball-T-Mobile-Bundesliga teuer bezahlen. "Sambatänzer" Djalminha verletzte sich neuerlich und fällt nicht nur am Donnerstag für das UEFA-Cup-Rückspiel in Porto, sondern auch für den Rest des Jahres aus.
Nachdem er zu Pause für Hasek gekommen war und vier Minuten später Kvisvik das 1:1 mustergültig serviert hatte, rutschte der Brasilianer nach etwa 20 Minuten auf dem tiefen Boden aus und zog sich dabei abermals einen Faserriss im rechten oberen Streckmuskel zu. "Jetzt muss er die Verletzung sicher drei bis vier Wochen ausheilen", sagte Klubarzt Alexander Kmen nach Spielende. Djalminha humpelte bis zum Schlusspfiff mit, weil das Austausch-Kontingent bereits erschöpft war.
Die ärztliche Diagnose brachte Daum zur Weißglut. "Der Ausfall Djalminhas wirft mir mein ganzes Konzept für Porto über den Haufen," meinte der Deutsche, der seinem Schützlinge empfohlen hatte, mit seinem Comeback noch zuzuwarten. "Aber er hat gesagt, dass er fit, schmerzfrei sei und er unbedingt spielen wolle", erzählte Daum, der seiner Truppe am Montag einen freien Tag gönnte und am Mittwoch nach Portugal zur "Stunde der Wahrheit" aufbrechen wird.
Die Veilchen hatten für Portugal Selbstvertrauen tanken wollen, was gegen die Südstädter jedoch nicht gelang. "Das Beste war noch das Ergebnis und positiv der psychologische Aspekt, dass wir einen Rückstand in einen Vorsprung umgewandelt haben", so Daum. Entzückt hat ihn der "geniale Pass von Gilewicz", mit dem der Pole den Siegestreffer eingeleitet hatte. So mache Fußball Spaß. Nebensächlich blieb, dass sich der Herbstmeister nun auch zum "Winterkönig" kürte.
Die aufopfernd kämpfenden Admiraner hingegen bewiesen, dass das 3:1 gegen Pasching keine Eintagsfliege gewesen war. "Die Vorentscheidung war der Wechsel der Austria und das 1:1, wir haben gegen einen starken Gegner verdient verloren, auch wenn mit Glück ein Punkt möglich gewesen wäre", analysierte VfB-Coach Hans Krejcirik, der gleich fünf hochmotivierte Ex-Austrianer eingesetzt hatte. Einer von ihnen, Wolfgang Knaller, ärgerte sich maßlos: "Beim Tor von Janocko zum 2:1 hat Ledwon den Ball mit dem Spitzl leicht abgefälscht, sonst hätte ich ihn gehalten."
"Die Antwort auf meine Verabschiedung aus Favoriten habe ich heute mit meiner Leistung auf dem Platz gegeben, leider ist dies mir mit dem Resultat nicht gelungen", ergänzte der Torhüter. Raschid Rachimow, ein weiterer früherer Violetter und jetzt Admira-Co, sagte: "Mit dem Läuferischen und Kämpferischen sowie 60 Minuten auch mit dem Taktischen waren wir zufrieden. Auf dieser Leistung können wir aufbauen." Die Südstädter treffen heuer noch auf den GAK, FC Kärnten und SV Salzburg. "Wir wollen da draus das Beste machen, " so Krejcirik, der auf Markovic ebenfalls wegen einen Muskelfaserrisses einige Zeit verzichten muss.
Austria Wien - Admira Mödling 2:1 (0:1)
Horr-Stadion, 4.952 Zuschauer, SR Lehner.
Torfolge: 0:1 (42.) Olszar; 1:1 (49.) Kvisvik; 2:1 (78.) Janocko
Austria: Mandl - Akoto (46. Julio Cesar), Ratajczyk, Dheedene - Scharner, Hasek (46. Djalminha), Flögel, M. Wagner, Kvisvik (70. Linz) - Janocko, Gilewicz
Admira: Knaller - Zingler - Troyansky, Suchard (75. Swierczewski) - Cestnik, Iwan, Ledwon, Barisic (57. Bozgo), Markovic (43. Ziervogel), Katzer - Olszar
Gelbe Karten: M. Wagner, Linz bzw. Troyansky, Barisic, Ledwon.
18. Runde der T-Mobile-Bundesliga
SV Salzburg - SK Rapid Wien 3:1 (1:0)
Grazer AK - SV Ried 2:0 (1:0)
FC Kärnten - SW Bregenz 3:0 (1:0)
Austria Wien - Admira Mödling 2:1 (0:1)
PlusCity Pasching - Sturm Graz 2:0 (2:0)
