Höchster Saisonsieg der Oberösterreicher
- Szewczyk zeigte Schiri-Assistenten den "Vogel" und sah Rot
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Die SV Ried blieb am Mittwoch in der Fußball-T-Mobile Bundesliga mit ihrem höchsten Saisonsieg auf Erfolgskurs. Die Oberösterreicher, weiterhin Tabellen-Vierter, fertigten Salzburg zu Hause 4:0 (2:0) ab und haben somit von den vergangenen elf Partien lediglich eine einzige verloren.
Erfolgscoach Gerhard Schweitzer sah wie 5.500 Fans im Rieder Stadion Tore durch Lasnik (25.), Kührer (43., 61.) und Akagündüz (90.), wobei die Salzburger jedoch nach der frühen Roten Karte für Szewczyk (26.) nach Beleidigung eines Schiri-Assistenten über eine Stunde lang mit einem Mann weniger auskommen mussten.
Schiri den "Vogel" gezeigt
Das 1:0 war in dieser Partie schon fast spielentscheidend. Denn nach dem von Lasnik entscheidend abgefälschten Schuss von Angerschmid protestierte der Salzburger Routinier Szewczyk eine angebliche Abseitsposition des Torschützen derartig heftig, dass er vom Platz flog. Energisch durchgegriffen hat Referee Einwaller schließlich, nachdem der 37-jährige Pole dem Schiri-Assistenten den "Vogel" gezeigt hatte. Ried konzentrierte sich hingegen aufs Sportliche und setzte nach.
Zwei Abseitstore von Akagündüz
Nachdem zwei Akagündüz-Treffer wegen Abseits (35.) bzw. Foul (40.) zurecht aberkannt worden waren, legte Kührer ein reguläres Tor nach, der 21-Jährige traf nach Querpass von Lasnik aus elf Metern zum 2:0 (43.). Nach der Pause brachten die Salzburger trotz Unterzahl ein kurzes Strohfeuer zu Stande, mehr als ein Kirchler-Kopfball (47.) und ein Brenner-Schuss über die Latte (55.) schauten aber nicht hinaus. Es folgte die endgültige Entscheidung, die Kührer mit seinem zweiten Treffer nach Drechsel-Vorarbeit herbeiführte (61.). Akagündüz traf in der 65. Minute nur die Stange, in der Schlussminute klappte es dann aber für den Torjäger doch noch mit dem achten Saisontreffer, nach einem von Safar abgewehrten Schuss von Ortlechner stand "Aka" goldrichtig und staubte ab.
Gerhard Schweitzer (Ried-Trainer): "Der Mannschaftsgeist war super. Das hohe Ergebnis täuscht aber, denn die Konter der Salzburger waren nicht ungefährlich. Besondere Freude bereitet mir die Tatsache, dass die junge Welle bei uns so toll läuft. Über 90 Minuten kamen ausschließlich Österreicher zum Einsatz."
Lars Söndergaard (Salzburg-Trainer): "Ein verdienter Sieg der Rieder. Ob das 1:0 Abseits war, kann ich nicht sagen. Meine Spieler sind aber alle der Meinung, dass das Tor irregulär war. Trotzdem war die Reaktion von Szewczyk natürlich falsch, vor allem im Hinblick auf die nächsten Spiele. Der Ausschluss war der Knackpunkt für meine junge Mannschaft. Der Druck wird jetzt natürlich immer größer."
SV Ried - SV Salzburg 4:0 (2:0)
Stadion Ried, 5.500, SR Einwaller.
Tore: 1:0 (25.) Lasnik, 2:0 (43.) Kührer, 3:0 (61.) Kührer, 4:0 (90.) Akagündüz
Ried: Oraze - Glasner - Steininger, Nentwich - Kührer, Angerschmid, Grassler (75. Darazs), Drechsel, Laimer (77. Ortlechner) - Akagündüz, Lasnik (70. Radovic)
Salzburg: Safar - Winklhofer, Szewczyk, C. Jank - Friedl, Eder, Brenner (83. Schoppitsch), Messner, A. Ibertsberger - Tomic (80. Schriebl), Kirchler (72. Woldeab)
Rote Karte: Szewczyk (26., Beleidigung des
Schiedsrichter-Assistenten)
Gelbe Karten: Kührer, Grassler bzw. Brenner, A. Ibertsberger, Friedl
Die besten Spieler: Kührer, Angerschmid, Drechsel bzw. Friedl, A. Ibertsberger
