Dienstag, 5. November 2002

Rapid gewinnt gegen Kärnten im Hanappi-Stadion 2:0

  • Wallner und "Joker" Herzog trafen
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Rapid hat am Mittwoch in der 17. Runde der Fußball-T-Mobile Bundesliga einen Schritt aus der Krise gemacht. Der Rekordmeister besiegte den FC Kärnten hoch verdient 2:0 (1:0) und verlängerte damit die Negativserie der enttäuschenden Klagenfurter. Kärnten musste die vierte Zu-Null-Niederlage in Serie hinnehmen. Für die Grün-Weißen war es ein wichtiges Lebenszeichen nach drei Pleiten in Folge. Die Treffer erzielten vor 5.800 Fans im bitterkalten Hanappi-Stadion Wallner (39.) und "Joker" Herzog (52.), der in der 33. Minute für den verletzten Sobotzik ins Spiel gekommen war.

Die zuletzt am 5. Oktober siegreichen Wiener übernahmen von Beginn weg das Kommando, die Gäste (weiterhin letzter Erfolg am 6. Oktober) beschränkten sich hingegen fast ausschließlich aufs Verteidigen und präsentierten sich wie ein echter Abstiegskandidat. Die erste große Möglichkeit resultierte aus einem schönen Doppelpass der Rapid-Youngsters, Wallner bediente Ivanschitz, dieser scheiterte jedoch völlig freistehend aus kurzer Distanz an Schenk (16.). Zwischen der 35. und 45. Minute hatte dann vor allem Wallner das Sagen, zunächst scheiterte der 20-Jährige mit einem Weitschuss (35.) sowie einem gefährlichen Freistoß-Aufsetzer (37.), ehe es dann in der 39. Minute mit seinem neunten Saisontreffer klappte. Nach Flanke von Ivanschitz bediente Rohseano mit einem missglückten Abwehrversuch den zuletzt gehemmten Goalgetter, der die Einladung aus kurzer Distanz dankend annahm.

FC Kärnten ohne Chance
Für Wallner war es der erste Bundesliga-Volltreffer seit 22. September (1:2 gegen Sturm), einen weiteren verhinderte noch vor der Pause bei einem strammen Schuss aus über 20 Metern die Stange (44.). Das Team des Deutschen Rüdiger Abramczik wehrte sich hingegen nicht sonderlich gegen die drohende vierte Zu-Null-Niederlage am laufenden Band, zwingende Chancen blieben über 90 Minuten Mangelware. Als "gefährlichste" Aktionen standen ein Maric-Flachschuss (23.), ein von Maier parierter Stary-Versuch (33.) sowie eine Ambrosius-Chance aus spitzem Winkel (61.) zu Buche.

Traumtor von "Herzilein"
Für das i-Tüpfelchen der zweiten Rapid-Darbietung im renovierten Hanappi-Stadion sorgte Herzog mit seinem 2:0, das er nach Zusammenspiel mit Wagner mit einem scharfen Schuss aus spitzem Winkel ins rechte (lange) Kreuzeck fixierte. Für den österreichischen Rekord-Teamspieler war es das zweite Saison-Tor, auch das erste hatte er Ende August gegen die Kärntner erzielt. Das Resultat hätte noch weitaus höher ausfallen können, doch Ivanschitz traf nach Wallner-Vorlage nur das Außennetz (58.), Herzog (72.) sowie Wallner (90.) scheiterten an Schenk, dem mit Abstand besten Gäste-Spieler, und Sturm (91.) verfehlte das Ziel nur knapp.

Pech für Sobotzik
Beim nach einer halben Stunde verletzt ausgeschiedene Rapidler Sobotzik besteht der Verdacht einer Seitenband- und einer Meniskus-Verletzung.

Josef Hickersberger (Rapid-Trainer): "Mit dem 2:0 bin ich hochzufrieden, die Leistung war zufrieden stellend. Ich hoffe, dass mit diesem Sieg wieder etwas mehr Ruhe einkehrt."

Andreas Herzog (Rapid-Torschütze): "Wir haben endlich wieder gut gespielt und gewonnen. Jetzt können wir wieder positiv in die Zukunft blicken. Wir sind glücklich, dass die Negativserie gerissen ist, jetzt wollen wir mit dem gewonnenen Selbstvertrauen eine positive starten und bis zur Winterpause noch etliche Punkte holen."

Rüdiger Abramczik (Kärnten-Trainer): "Wenn man in Wien gegen Rapid spielt, dann muss man dagegenhalten. Das haben wir heute nicht gemacht. Langsam wird es Zeit, dass die Spieler begreifen, dass sie nicht um den Meistertitel spielen."

Rapid Wien - FC Kärnten 2:0 (1:0)
Hanappi-Stadion, 5.800, SR Schüttengruber.

Tore: 1:0 (39.) Wallner, 2:0 (52.) Herzog

Rapid: Maier - Markus Hiden, Schießwald, Adamski - Prisc, Sobotzik (33. Herzog), Knez, Ivanschitz (87. S. Kulovits), Jazic - Wallner, R. Wagner (62. Sturm)

Kärnten: Schenk - Jovanovic, Oberleitner, W. Kogler - Lamprecht, Rohseano (74. Pitschko), Kolvidsson (51. Hota), Stary, Höller (46. Ambrosius) - Zuleta, Maric

Gelbe Karten: Wallner bzw. Maric
Die besten Spieler: Ivanschitz, Wallner, Herzog, Prisc bzw. Schenk, Zuleta

5.11.2002 13:48