Bauer nach Aufgabe im Stechen Dritter des Audi-GP
- Titelverteidiger Beerbaum Fünfter, Simon gab auf
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Alle Entscheidungen in der Stadthalle
Anton Martin Bauer, zweifacher Sieger beim 17. "Fest der Pferde" in der Wiener Stadthalle, hat die Chance auf den Sieg im Hauptbewerb am Montag Abend, verpasst. Als einer von nur drei Reitern für das Stechen des Audi-Grand-Prix qualifiziert, gab der Steirer mit seinem Wallach Laurino nach einem schweren Fehler am überbauten Wassergraben auf. Für Platz drei kassierte der Staatsmeister aber immerhin noch 9.000 Euro. Den Sieg und einen Audi A3 sicherte sich dank des einzigen fehlerfreien Rittes in der Entscheidung der Schweizer Beat Mändli auf Pozitano vor dem Spanier Cayetano Martinez de Irujo.
Mändli sorgte für den zweiten Schweizer Erfolg im Audi-GP nach seiner Ex-Gattin Leslie McNaught-Mändli, die 1995 triumphiert hatte. "Ich bin sehr zufrieden. Hugo Simon stand mir schon zwei oder drei Mal vor der Sonne, heute hat es endlich geklappt", meinte der Olympia-Zweite im Teambewerb 2000 nach seinem tollen Ritt auf dem 13-jährigen Rheinländer Wallach.
Bauer hatte die Serie seiner starken Auftritte mit dem 13-jährigen Holsteiner Laurino im Grunddurchgang des Grand-Prix fortgesetzt. Doch im Stechen klappte es nicht nach Wunsch, der vierte Sieg eines heimischen Reiters nach Monika Hirsch (1988), Thomas Frühmann (1989-91) und Hugo Simon (1997/98/2000) war außer Reichweite. "Ich habe es im Stechen etwas übertrieben, bin auf alles oder nichts geritten. Es war ein reiner Reiterfehler. Aber ich bin dennoch sehr zufrieden", sagte Bauer.
Topfavorit und Vorjahrssieger Ludger Beerbaum verzeichnete auf Gladdys einen Abwurf und belegte Rang fünf. Der Weltranglisten-Erste war erst am Vorabend vom Weltcupturnier in Verona angereist und bestritt nur diesen einen Bewerb. "Richtig enttäuscht bin ich nicht. Ich musste einen Kaltstart machen mit einer Stute, der Fehler geht auf meine Kappe", erklärte der Deutsche.
Drei Österreicher hatten das Stechen mit je einem Abwurf knapp verpasst. Vor allem der Vorarlberger Rob Raskin mit Sylver (10.) und Astrid Wöss mit Vasco da Gama (12.), den erst sieben- bzw. achtjährigen Pferden, waren mit nur einem Abwurf nahe dran. Auch Natascha Kreutner legte mit Congratulation (17.) eine weitere Talentprobe ab.
Für Publikumsliebling Simon kam wie für zehn andere Reiter das Aus vorzeitig. Der dreifache Gewinner gab mit Explosiv nach dem zweiten Abwurf nach der Dreierkombination auf dem "fairen, aber sehr anspruchsvollen Parcours" (Ludger Beerbaum) auf. "Ich war selbst nicht so fit, den Grand-Prix hätte ich mir besser vorgestellt", sagte enttäuschte Simon. Pech hatte der Audi-GP-Sieger von 1999, der Niederländer Roelof Bril, der den Parcours zwar fehlerlos absolvierte, aber das Zeitlimit um 22 Hundertstelsekunden überschritt.
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