Donnerstag, 7. November 2002

Rabiates Nagetier hatte bereits 6 Menschen angefallen

  • Nach Überfall auf Kleinkind von dessen Großvater erschossen

Ein graues Eichhörnchen, das Monate lang eine britische Kleinstadt in Angst und Schrecken versetzte, ist von einem wütenden Großvater erschossen worden. Geoff Horth griff zu seinem Luftgewehr, nachdem das aggressive Tier seiner zweijährigen Enkelin Kelsi Morley ins Gesicht gebissen hatte. Allein in der vergangenen Woche attackierte das aggressive Eichhörnchen sechs Menschen.

"Ich fragte mich, was würde das Eichhörnchen das nächste Mal tun?", sagte Horth der britischen Press Association am Donnerstag. Allein in der vergangenen Woche hatte das Pelztierchen in der Kleinstadt Knutsford bei Manchester sechs Menschen angefallen.

Wie andere Opfer hatte sich auch die kleine Kelsi zunächst darüber gefreut, dass das Eichhörnchen so zutraulich war. Doch plötzlich sprang es dem Mädchen ins Gesicht und biss sich oberhalb des Auges fest. "Es war schrecklich, weil sie herumwirbelte und wir es nicht abbekommen konnten", sagte die Mutter, Karen Morley. "Es war so viel Blut da, dass ich dachte, es hätte Kelsis Auge rausgerissen."

Die Königlich-britische Tierpolizei steht vor einem Rätsel, weil die kleinen Nager doch als scheu bekannt sind. Die in Großbritannien verbreitete Spezies, das amerikanische graue Eichhörnchen, ist allerdings aggressiver als andere Arten und hat seit seiner Ankunft im Jahre 1876 das einheimische rote Eichhörnchen nahezu ausgerottet.

Ray Jackson, der Leiter eines Tierasyls, glaubt, dass das angriffslustige Eichhörnchen zuerst als Haustier gehalten und dann ausgesetzt worden ist. Ehemals zahme Tiere könnten dann aggressiv werden. Tollwut gibt es auf den britischen Inseln nicht.

7.11.2002 11:45