Keine Exekution von geisteskrankem Mörder in Texas
- US-Höchstgericht erlässt vorläufigen Aufschub der Hinrichtung
Der Oberste Gerichtshof der USA hat die für Mittwochabend (Ortszeit) im US-Bundesstaat Texas geplante Hinrichtung eines geisteskranken Mörders gestoppt. Der 42-jährige James Colburn sollte im Staatsgefängnis von Huntsville durch Giftinjektion sterben.
Nach US-Medienberichten appellierten Colburns Anwälte jedoch in letzter Minute erneut an das Oberste Bundesgericht, das noch am Abend einen vorläufigen Aufschub gewährte.
Colburn ist schizophren und saß wiederholt in psychiatrischen Anstalten. Er soll mindestens 15 Selbstmordversuche unternommen haben. Colburn hatte 1994 die 55-jährige Peggy Murphy in seine Wohnung bei Houston gelockt und erstochen. Der Texaner gestand die Tat. Während seines Mordprozess stand Colburn unter dem Einfluss schwerer Medikamente, so dass er der Verhandlung streckenweise nicht folgen konnte und sogar schlief.
Der Oberste Gerichtshof hatte in diesem Jahr in einem Grundsatzurteil die Hinrichtung von geistig Behinderten gestoppt. Für Geisteskranke gilt diese Entscheidung jedoch nicht.
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