Flugzeug-Crash in Luxemburg: 20 Tote, 2 Verletzte
- Dichter Nebel: Fokker der Luxair verunglückt
- Nach Flugzeugabsturz Untersuchungen zu Unglücksursache

Einen Tag nach dem Flugzeugabsturz in Luxemburg mit 20 Toten geht die Suche nach der Unglücksursache weiter. Nach den Worten des deutschen Verkehrsministers Manfred Stolpe (SPD) sind alle Geräte geborgen worden, die für genauere Untersuchungen nötig sind.
Nach dem Fund der Flugschreiber rechne er mit einer schnellen Aufklärung, sagte Stolpe am Mittwochabend am Unglücksort. Die Angehörigen der 15 deutschen Opfer sollten am Donnerstagmorgen mit einer Luxair-Sondermaschine von Berlin ins Großherzogtum geflogen werden.
Die Maschine der Fluggesellschaft Luxair mit 22 Menschen an Bord, die aus Berlin kam, war am Mittwochmorgen in dichtem Nebel beim Landeanflug auf den Flughafen Luxemburg-Findel über einem hügeligen Feld abgestürzt und in Brand geraten.
Die Absturz-Ursache sei "ein großes Fragezeichen", sagte Stolpe. Es habe sich um ein verlässliches Flugzeug und um "gute qualifizierte Piloten" gehandelt. Der Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit, Georg Fongern, sprach von einem "mysteriösen Unfall". Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) in Langen gab es bei der Unglücksmaschine bis wenige Minuten vor dem Absturz keine Unregelmäßigkeiten. Trotz des Nebels waren kurz vor dem Unglück mehrere Flugzeuge problemlos in Findel gelandet.
Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker hatte am Abend einen Terror-Anschlag mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen. Die Maschine war erst kurz vor dem Unglück gewartet worden. Der Flug soll der erste nach der Wartung gewesen sein.
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