Europ. Sozialforum: Drei Österreicher abgeschoben
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20.-22. Juli 2001: "Krieg" in Genua
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1.000 Österreicher in Florenz erwartet
Drei österreichische Globalisierungsgegner, die nach Florenz zum Europäischen Sozialforum reisen wollten, sind am Freitag am Brenner von der italienischen Polizei abgewiesen worden. Wie die Organisatoren des Sozialforums in Florenz berichteten, wurde den Österreichern die Einreise nach Italien verweigert, weil gegen sie wegen Krawallen beim G8-Gipfel in Genua (Bilder von den Ausschreitungen im Kasten rechts) ermittelt wird.
Weitere 20 No-Global-Aktivisten wurden am italienisch-schweizerischen Grenzübergang von Domodossola zurückgewiesen, erklärte ein Sprecher der italienischen Globalisierungsgegner. Es handelt sich mehrheitlich um Schweizer Staatsbürger. Bei den Kontrollen seien einige Jugendliche von der Polizei geschlagen worden.
Seit Einführung der Grenzkontrollen am 1. November wurden rund tausend Globalisierungsgegner abgeschoben, meldeten italienische Medien. Protestkundgebungen gegen das Außerkraftsetzen des Schengen-Abkommens während des Europäischen Sozialforums bis am 10. November fanden am Mittwoch an allen italienischen Grenzübergängen statt.
Dario Fo tritt gegen Berlusconi-Regierung auf
Inzwischen feierten rund 8.000 Personen auf der zentralen Piazza Santa Croce in Florenz den offiziellen Beginn des Europäischen Sozialforums. Musik und Tänze belebten die Stadt, die wegen der Sperre vieler Geschäfte gespenstisch erschien. An der Feier beteiligte sich auch der Literatur-Nobelpreisträger Dario Fo.
Fo kritisierte die Kampagne der Regierung, die seiner Ansicht nach die Globalisierungsgegner kriminalisiert habe. "Die Globalisierungsgegner sind keine Hunnen, sondern Personen, die sich aktiv für Frieden, Menschenrechte und umweltfreundliche Entwicklung einsetzen", so Fo. Einige Hunderte Personen demonstrierten vor der NATO-Basis von Camp Darby in der toskanischen Provinz Pisa. Die Demonstration verlief friedlich.
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