USA töten sechs El-Kaida-Mitglieder
- Möglicherweise CIA-Angriff mit Drohne
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Die USA haben sechs El-Kaida-Mitglieder in Jemen getötet. Ein US-Regierungsbeamter in Washington bestätigte am Montag, dass die USA hinter dem Angriff mit einer "Hellfire"-Rakete steckten. Aus US-Kreisen verlautete weiter, dass der Abschuss der Rakete von einer unbemannten Drohne des Geheimdienstes CIA erfolgt sei. Die US-Armee sei nicht beteiligt gewesen. CIA und Pentagon lehnten zunächst jeden Kommentar zum Vorfall ab. Unter den Toten ist auch der Anführer der El Kaida in Jemen. Es war der erste offene Angriff der USA gegen das Terrornetzwerk im Nahen Osten.
Zu den genauen Umständen des Vorfalls gab es aber widersprüchliche Angaben. Offiziellen Angaben zufolge ereignete sich der Zwischenfall Montagfrüh in der Provinz Maareb, etwa 160 Kilometer östlich von Sanaa. Bewohner des Gebiets berichteten aber, die Explosion habe sich bereits am Sonntag zugetragen. Das Fahrzeug sei von der Luft aus beschossen worden. In dem Fahrzeug-Wrack seien Sprengstoffspuren sowie Waffen, Munition und Kommunikationstechnik gefunden worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur SABA unter Berufung auf das Innenministerium.
Laut SABA wurde ersten Informationen zufolge bei der Explosion ein El-Kaida-Führer in Jemen namens Ali Kaed Sinan el Harthi, alias Abu Ali, getötet. Abu Ali wurde die Verwicklung in den Selbstmordanschlag auf das US-Kriegsschiff "Cole" im Oktober 2000 zur Last gelegt. Bei dem Anschlag in der jemenitischen Hafenstadt Arden waren 17 US-Soldaten getötet worden. Die USA machen Bin Laden und El Kaida auch für diesen Anschlag verantwortlich.
Die Behörden hätten das Fahrzeug schon eine ganze Weile beobachtet, und man sei zu der Überzeugung gelangt, dass es sich bei den Insassen um Mitglieder des Terrornetzwerks von Osama bin Laden gehandelt habe. Nach US-Medienberichten sind im Golfstaat Dschibuti rund 800 US-Soldaten stationiert, die El-Kaida-Mitglieder in der Region aufspüren sollen. Darunter seien Elite-Einheiten.
US-Ermittler hatten die jemenitische Regierung seit den Terroranschlägen des 11. September mehrfach ausdrücklich aufgefordert, härter gegen islamistische Terroristen vorzugehen. Diese haben nach Einschätzung Washingtons in den von der Zentralregierung nur zum Teil kontrollierten Stammesgebieten Unterschlupf gefunden.
Das US-Außenministerium warnte am Montag erneut vor der Gefahr von Terroranschlägen gegen US-Einrichtungen im Nahen Osten. In der alle sechs Monate aktualisierten Reisewarnung werden die jüngsten Anschläge gegen US-Soldaten und -Diplomaten in Kuwait und Jordanien erwähnt. "Auch Privatpersonen könnten Ziel von Terroranschlägen, einschließlich Entführungen, sein", hieß es. In der Nähe des Flughafens Sanaa hatten Unbekannte am Sonntag den Hubschrauber einer US-Ölgesellschaft beschossen. Dabei wurde ein Amerikaner verletzt.
Die CIA hatte in der Vergangenheit in Afghanistan mit ferngesteuerten "Predator"-Drohnen Raketen auf mutmaßliche Stellungen El Kaidas und der Taliban abgefeuert. Die USA machen El Kaida und Bin Laden für die Anschläge vom 11. September 2001 verantwortlich, bei denen rund 3000 Menschen getötete worden.
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