amnesty: Israel hat Kriegsverbrechen begangen
- Bei Armeeoffensive in Nablus und Jenin - Gelähmter verprügelt
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Schwere Vorfwürfe: Die Menschenrechts-Organisation amnesty international hat Israel vorgeworfen, im Frühjahr bei einer Armeeoffensive in zwei Palästinenserstädten Kriegsverbrechen begangen zu haben. In einem Bericht hieß es, die Armee habe bei ihren Vorstößen in Nablus und Jenin Palästinenser ungerechtfertigt misshandelt und getötet.
Die Armee hatte Städte im Westjordanland erneut besetzt, um nach eigenen Angaben gegen militante Palästinenser vorzugehen, die sie für Selbstmordanschläge verantwortlich machte. Die Armee teilte mit, sie werde den Bericht nicht kommentieren, ehe dieser gelesen worden sei. Sie hatte in den vergangenem Monaten Vorwürfe der UNO und von Menschenrechtsgruppen zurückgewiesen, im Westjordanland gegen Menschenrechte verstoßen zu haben.
In dem 76-seitigen Bericht führte Amnesty unter anderem einen Fall auf, in dem Soldaten einen gelähmten Festgenommenen verprügelt hätten. Die Armee habe zudem Häuser eingerissen, in denen eine achtköpfige Familie und ein an den Rollstuhl gefesselter Mann ums Leben kamen. Festgenommene seien nach ihrer Freilassung gezwungen worden, durch Gefechtzonen zu gehen. Soldaten hätten zudem Wohnungen geplündert und häufig Rettungswagen blockiert. Darüber hinaus seien ohne militärische Notwendigkeit Wohn-, Geschäfts- und religiöse Gebäude zerstört worden. In fast keinem Fall seien Tötungen von Zivilisten untersucht worden.
Die israelische Armee hat in der Vergangenheit den Tod von Zivilisten bedauert. Zu den Opfern sei es aber bei Gefechten gekommen. Zivilisten seien auch bei der Zerstörung von Häusern getötet worden, die mit Sprengfallen versehen worden seien oder militanten Palästinensern als Unterschlupf dienten. Krankenwagen würden gestoppt, wenn in diesen Verdächtige oder Waffen vermutet würden, hieß es. Im September hatte die Armee erklärt, 18 Soldaten wegen Plünderungen zu belangen.
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