Neue Umfrage: Österreicher finden Wahl-Kampf fad!
- 57% halten Wahlkampf für wenig bis überhaupt nicht spannend
- Grün-Wähler besonders gelangweilt
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Matte Sache! So sehen die Österreicher die bisherigen Aktivitäten von Gusenbauer & Co. Jeder Zweite ist der Meinung, dass der Wahl-Kampf bisher weniger bis überhaupt nicht spannend ist. Interessant: 8 Prozent der Befragten haben den Wahlkampf noch gar nicht registriert!
Die Österreicherinnen und Österreicher sind laut Umfrage des Linzer market-Instituts (400 wahlberechtigten Frauen und Männern über 18; Umfragetag 4. November, Schwankungsbreite plus/minus 5 Prozent) gelangweilt.
Besonders gelangweilt sind Bewohner der Landeshauptstädte (65 Prozent) zwischen 18 und 29 Jahren (64 Prozent),
die beruflich als Selbstständige oder Freiberufler (71 Prozent) unterwegs sind. Im Parteienvergleich langweilen sich im Wahlkampf derzeit noch vor allem Grün-Wähler. Sie finden gleich zu 65 Prozent, dass der Wahlkampf bisher wenig oder überhaupt nicht spannend ist. Bei den Blauen sind es 65 Prozent, bei der SPÖ 50 Prozent und bei der ÖVP 44 Prozent.
Während die Parteien zuletzt vor allem an ihrem öffentlichen Auftreten arbeiteten und die Fernseh-Auftritte der Spitzenkandidaten in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rücken, dürften den Wählern zumindest den Angaben der Umfrage zufolge vielmehr die Inhalte am Herzen liegen.
Ein guter und spannender Wahlkampf sollte nach Ansicht der Österreicher vor allem durch eine faire sachliche Auseinandersetzung geprägt sein. Verbale Untergriffe sollten nach Ansicht der Befragten unterlassen werden. 73 Prozent der Befragten halten dies für sehr wichtig. Außerdem verlangen die Wähler, dass bei Wahlversprechen auch deren Finanzierbarkeit erklärt wird (69 Prozent) und dass die Politiker auch heikle Themen ansprechen (68 Prozent).
Immerhin 60 Prozent wollen von den Parteien auch, dass sie ihre Unterschiede zum Konkurrenten klar herausarbeiten, noch 51 Prozent halten es für sehr wichtig, dass die Partien ihre Koalitionsabsichten klar auf den Tisch legen, 38 Prozent verlangen, dass die Politiker den Kontakt mit den Bürgern auf der Straße suchen, und jeder Vierte wünscht sich neue Gesichter in den Parteien.
Keine Bedeutung hingegen messen die von den Parteien Umworbenen nach eigenen Angaben Werbepräsenten und dem Rahmenprogramm von Wahlkampfveranstaltungen bei. Auch ob ein Kandidat telegen und attraktiv wirkt, ist nur für ein Fünftel sehr wichtig.
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