Kaprun: Heizstrahler nicht die Brandursache?
- Privatgutachten kommt zu völlig neuem Schluss
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300 Private am Verfahren beteiligt!
Die Spekulationen über die Katastrophe des Unglücks von Kaprun vom 11. November 2000, bei dem 155 Menschen den Tod fanden, werden wieder um einiges reicher. Ein umfangreiches Privatgutachten über die mögliche Brandursache kommt jetzt zu dem Ergebnis, dass ein Heizstrahler in der Garnitur der Gletscherbahn - bisher als wahrscheinlicher Verursacher der Katastrophe angenommen - als Grund nicht in Frage käme. In dem von dem staatlich beeideten Sachverständigen Peter Schütz erstellten Gutachten heißt es, dass hingegen höchstwahrscheinlich ein Kabelbrand zu dem Inferno führte.
"Es ist ein umfangreiches Gegengutachten, das dem des Sachverständigen (Anton, Anm.) Muhr völlig widerspricht", so Richter Manfred Seiss auf Anfrage der APA. "Dieses Privatgutachten kommt zu einem völlig anderen Schluss als bisher angenommen", erklärte der Richter. Der umstrittene Sachverständige Anton Muhr wird voraussichtlich der Verhandlung am 19. November fern bleiben, hieß es.
Mittlerweile gibt es bereits acht Gutachten, denn die Staatsanwaltschaft hat auch noch ein lüftungstechnisches in Auftrag gegeben. Die beiden zu den ursprünglich fünf zusätzlichen hinzugekommenen (die Hydraulik betreffend) sind aber vor Weihnachten nicht bei Gericht zu erwarten.
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