Mord in Salzburg geklärt: Ex-Lebensgefährte gestand
- Bei Montage einer Lampe ausgerastet
- Überfall nur vorgetäuscht

Der Mord an der 38 Jahre alten Marianne M. in Salzburg scheint geklärt. Der 40-jährige ehemalige Lebensgefährte des Opfers hat in der Nacht auf Sonntag, ein Geständnis abgelegt. Er habe nach einer kurzen Auseinandersetzung mit einem Hammer drei Mal auf den Kopf der aus Neulengbach (NÖ) stammenden Frau eingeschlagen. Dann habe er einen Überfall vorgetäuscht, teilte die Kripo Salzburg mit.
Der 40-jährige, der jetzt in Munderfing in Oberösterreich lebt, hat am Freitagnachmittag etwa um 14.30 Uhr seine frühere Lebensgefährtin in ihrer Wohnung im Stadtteil Lehen besucht. Er wollte ihr eine Lampe montieren, da die Frau erst kurze Zeit vorher in die Wohnung eingezogen ist. Das Opfer hat den 40-Jährigen hereingelassen. Nach einiger Zeit hat die Frau den Mann dann aufgefordert, wieder zu gehen, worauf er völlig ausrastete, einen herumliegenden Hammer nahm, und drei Mal auf den Kopf der Frau schlug.
Die 38-jährige Frau stürzte zu Boden, blieb leblos liegen und blutete. Um den Tatverdacht von sich zu lenken, habe er einen Überfall vorgetäuscht, gestand er. Er nahm dann eine Strumpfhose und zog diese um den Hals der Frau zusammen. Ein Sexualdelikt, wie zunächst wegen des nackten Unterkörpers der Frau vermutet worden ist, wird von der Polizei nun ausgeschlossen. Anschließend verließ der Mann die Wohnung und fuhr mit seinem Auto davon.
Bereits Mitte September 2002 hatte der Mann in der ehemaligen gemeinsamen Wohnung in Salzburg einen Streit mit der Frau, bei dem er ihr eine Ohrfeige versetzte. Der genaue Auslöser des Streites ist ihm nicht mehr bekannt. Die Frau und der Tatverdächtige haben nach der Trennung vor Kurzem die gemeinsame Wohnung noch ausgemalt und ausgeräumt. Die Beziehung selber dürfte aber schon vor einem halben Jahr beendet worden sein.
Der Verdächtige war in der Nacht zum Samstag in der Polizeidirektion Salzburg festgenommen worden, nachdem er freiwillig zur Befragung gekommen war. In der ersten Einvernahme bestritt er jeglichen Zusammenhang mit der Tat. In Nacht legte er das Geständnis ab. Den genauen Grund, warum er so ausgerastet sei, konnte er nicht angegeben. Er habe Schulden, keine Arbeit und keine eigene Wohnung. In den vergangenen Tagen habe er in seinem Büro geschlafen. Zum Tatzeitpunkt dürfte der Mann zumindest leicht alkoholisiert gewesen sein. Der 40-Jährige wird wegen des Verdachts des Mordes angezeigt. Der Obduktionsbericht wird erst Mitte nächster Woche erwartet.
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