Temperatursturz: Nach Schneechaos droht Glatteis!
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So geht's sicher durch den Schnee!
Der Winter hat in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in weiten Teilen Österreichs Einzug gehalten: Temperaturen bis weit unter dem Gefrierpunkt; örlich oft die frühesten Schneefälle seit Menschengedenken; Verkehrs-Behinderungen und Unfälle - in zwei Fällen mit tödlichem Ausgang. Dazu kamen noch Stromausfälle in zahlreichen Gemeinden. Im Laufe des Freitag normalisierte sich die Situation schließlich wieder. Aber die Gefahr ist noch nicht vorbei: Jetzt droht Glatteis!
Schneebedeckte Bäume und tief winterliche Verkehrsbedingungen herrschten Freitag früh in der Bundeshauptstadt Wien. Dort lagen bis zu acht Zentimeter Schnee. In Wien sowie in Eisenstadt (zwei Zentimeter Schnee) und Graz (acht Zentimeter) wurden damit die frühesten Schneedecken seit Beginn der Aufzeichnungen der Meteorologen gemessen.
In der Bundeshauptstadt war man seit den Morgenstunden mit bis zu 160 Räum- und Streufahrzeuge sowie etwa 1.500 Mitarbeiter der Straßenreinigung im Einsatz gestanden. Durch die Vorwarnungen der Meteorologen seien aber bereits am Donnerstag die notwendigen Vorbereitungen getroffen worden. Weitestgehend habe man die Lage "im Griff" gehabt. Zu Stromausfällen war es vorübergehend im Süden Wiens gekommen.
80% der Autos noch ohne Winterreifen
Massive Verkehrsbehinderungen gab es in der Nacht und in den Vormittagsstunden in weiten Teilen Niederösterreichs. Zentrum war der Wechsel-Abschnitt der Südautobahn (A 2).
Dort waren Hunderte Fahrzeuge vor allem wegen fehlender Winterausrüstung hängen geblieben. Im Wechsel-Gebiet gab es bis zu 60 Zentimeter Neuschnee. Die Autobahn war zeitweise blockiert. Das Rote Kreuz der Einsatzstellen Neunkirchen und Hartberg rückte aus, um rund 500 Autofahrer mit Decken und Tee zu versorgen.
Die A 2 war von 4.15 Uhr bis 9.00 Uhr ab Edlitz gesperrt. Auf der Westautobahn hatte sich gegen 2.00 Uhr früh bei Haag ein Lkw quer gestellt und alle drei Spuren blockiert. Ein zweiter Lastwagen prallte in das Wrack. Eine drei Stunden lange Sperre war die Folge. Freitag Nachmittag gab es laut ARBÖ nur noch Probleme auf der A 2 bei Pinggau.
Zwei Tote
Zwei Todesopfer gab es bei Unfällen auf der A 2 (Südautobahn) in der Steiermark und auf der A 1 (Westautobahn) in Oberösterreich.
Donnerstag gegen 23.00 Uhr war auf der Südautobahn bei Graz in Fahrtrichtung Wien ein Pkw-Lenker aus der Steiermark mit dem Fahrzeug von der Straße abgekommen und gegen einen Vorwegweiser geprallt. Der nachkommende Pkw einer Grazerin geriet beim Ausweichen ins Schleudern und tötete den Steirer.
Auf der A 1 in Oberösterreich geriet ein Kleinbus zwischen Mondsee und St. Georgen auf der salznassen Fahrbahn ins Schleudern und wurde von einem nachfolgenden Lkw gerammt. Der 28-jährige Lenker des Kleinbusses - ein Kroate - verstarb noch an der Unfallstelle.
Massenkarambolage
Zu einer Massenkarambolage ist es Freitagmittag in der Steiermark auf der A 2 zwischen Aspang und Schäffern in der Steiermark gekommen. Wie der ÖAMTC mitteilte, waren zwölf Pkw in den Unfall verwickelt. Unfallursache dürfte die schneeglatte Fahrbahn gewesen sein.
In der restlichen Steiermark hatte sich sich die Verkehrssituation inzwischen laut Autofahrerclub aber entspannt. Auch die Stromversorgung sollte in den von Ausfällen betroffenen Gebieten im Laufe der folgenden Stunden zumindest provisorisch wieder hergestellt sein.
Die Auffahrunfälle ereigneten sich gegen 11.15 Uhr auf der Südautobahn. Das Rote Kreuz sprach von vier Leichtverletzten. Die Strecke Richtung Graz musste komplett gesperrt werden. Der Verkehr wurde über die B 54 umgeleitet. Deutliche Entspannung gibt es in der restlichen Steiermark. Im Großen und Ganzen seien alle Sperren aufgehoben.
Glatteis-Warnung!
Der ÖAMTC warnte die Autofahrer aber auch weiterhin vor dem Frost, der auch Samstagfrüh auftreten könnte: "Durch den starken Temperaturabfall werden die Fahrbahnen spiegelglatt werden". Freitag Nachmittag waren die Spike-Verbote in Tirol, Salzburg, Oberösterreich und Kärnten aufgehoben. Beim ARBÖ erklärte man, dies sollte auch für die anderen Bundesländer überlegt werdenn. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit forderte die Einführung einer Winterreifenpflicht zwischen Oktober und Ostern per Verordnung.
(apa, red)
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