Donnerstag, 7. November 2002

Neuerlich Grenzblockade der Temelin-Gegner

  • An die 100 Teilnehmer beim Grenzübergang Wullowitz
  • PLUS: Alle Hintergrund-Infos zum AKW Temelin!

Gegner des südböhmischen Atomkraftwerks Temelin führten Mittwoch Abend in Wullowitz in Oberösterreich neuerlich eine Grenzblockade durch. Pünktlich um 18:00 Uhr fuhren Traktoren auf und blockierten die Bundesstraße 310 einige hundert Meter vor dem Grenzübergang Wullowitz.

An die 100 Teilnehmer der Demonstration begaben sich mit Transparenten, Fackeln und Sirenen auf die Straße und machten diese "dicht". Die Gendarmerie sicherte den Ort der Blockade mit Blaulicht, so dass es zu keiner Gefährdung der auf der Fahrbahn befindlichen Atomgegner kam. Ein großes Gendarmerieangebot stand in Bereitschaft.

Pünktlich und planmäßig nach einer Stunde beendeten die Temelin-Gegner in Wullowitz die Blockade der Bundesstraße. Die Traktoren wurden abgezogen, ebenso rollten die Demonstranten ihre Transparente ein. Zu größeren Verkehrsbehinderungen war es durch die Blockade nicht gekommen, an diesem kalten Abend waren nur mehr wenige Fahrzeuge unterwegs.

Die Obfrau der oberösterreichischen Plattform gegen Atomgefahr, Mathilde Halla, betonte bei der Kundgebung, die Aktion richte sich nicht gegen die tschechische Bevölkerung. Vielmehr sei die Blockade ein Zeichen für die Regierungen in Prag und Wien, alles zu tun, damit Temelin gestoppt werde. Halla: "Das Problem Temelin wird von uns nicht ad acta gelegt und wir lassen es auch nicht ad acta legen". Es gehe keineswegs nur um die Behebung der Sicherheitsmängel im AKW Temelin, Ziel ist und bleibe das Aus für dieses Atomkraftwerk. Der Widerstand wird weiter gehen", betonte Halla.

7.11.2002 08:55