Mittwoch, 6. November 2002

9 von 10 Österreichern verurteilen Haiders Irak-Trips

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Große Wirtschaftsaufträge für Österreich? Fortschritte bei der Vermeidung eines Krieges im Irak? Egal! Was Jörg Haider auch an positiven Aspekten seiner Irak-Reisen (er)findet, die Österreicher nehmen es ihm nicht ab. Neun von zehn Befragten gaben in einer neuen Umfrage an, die Trips zum Diktator könnte sich Kärntens LH spraren!

Laut einer Umfrage von Fessel-GfK (306 Telefoninterviews am 4. November) im Auftrag der ÖVP sind 89 Prozent der Österreicher der Ansicht, dass Haiders Kontakte mit dem irakischen Regime Österreich "alles in allem eher schaden". Nur sieben Prozent meinen, dass Haiders Beziehungen zum Irak dem Land "eher nützen". Selbst unter den FPÖ-Wählern fürchtet jeder Dritte wegen Haiders Irak-Kontakten einen Schaden für Österreich.

Positiver bewerten die Österreicher die Auswirkungen der jüngsten Irak-Reise Haiders auf den freiheitlichen Wahlkampf. Immerhin 16 Prozent der befragten rund 300 Frauen und Männern über 15 meinen, dass der Irak-Besuch des Kärntner Landeshauptmanns der FPÖ im Wahlkampf nützt. Unter den FPÖ-Wählern sind es 56 Prozent.

Dass Haider mit seiner jüngsten Irak-Reise eine Privataußenpolitik gegen das österreichische Außenministerium betreibt, meinen nur fünf Prozent der Österreicher. 63 Prozent sind allerdings der Meinung, dass durch Haiders Irak-Kontakte die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen Österreichs zu Ländern wie den USA, Großbritannien und Frankreich gefährdet werden. Nur unter den FP-Wählern glaubt das keiner.

6.11.2002 11:01