Taucher starb bei Reparaturarbeiten an Mur-Staudamm
- Trübes Wasser dürfte zu Orientierungsverlust geführt haben
Ein Taucher ist am Dienstag in der Mur bei der Wehranlage Mixnitz (Bezirk Bruck an der Mur) ums Leben gekommen. Der Mann war mit Wartungsarbeiten am Staudamm eines Kraftwerks beschäftigt gewesen und gegen Mittag plötzlich verschwunden. Im Zuge einer groß angelegten Suche wurde der im Auftrag einer Wiener Firma arbeitende Niederösterreicher im Unterlauf des Kraftwerks tot aufgefunden.
Der Taucher - laut Gendarmerie handelt es sich um den 24-jährigen Bernhard K. aus Gföhl (Bezirk Krems-Land) - war als Angehöriger eines vierköpfigen Taucherteams mit dem Verlegen von so genannten "Holznadeln" zur Abdichtung des Wehrverschlusses unter Wasser beschäftigt, teilte ein Sprecher des Kraftwerkes Pernegg gegenüber der APA mit. Dabei arbeitete der Mann unter Wasser, die drei anderen waren am Wehr an einer Hebevorrichtung beschäftigt. Der Froschmann dürfte die Orientierung verloren haben, mutmaßte der Kraftwerkssprecher, und sich unter Wasser von der eigentlichen Arbeitsstelle entfernt haben. Durch den Sog könnte der Mann durch das Wehr gezogen worden sein, dabei war auch der Sicherungsdraht gerissen.
Laut Einsatzleiter Johann Schendler waren bei der Suche zwei Tauchteams von Feuerwehr und Wasserrettung sowie Feuerwehrboote und Fußpatrouillen an der Suche beteiligt gewesen. Das Wasser wurde von den Einsatzkräften als sehr trüb bezeichnet, was die Suche erschwerte. Ein Hubschrauber des Innenministeriums konnte wegen heftiger Windböen über der Wasserfläche nicht an der Suche teilnehmen. Insgesamt standen fünf Feuerwehren mit 45 Mann im Einsatz, ebenso Kräfte der Gendarmerie, der Wasserrettung, des Roten Kreuzes sowie ein Notarzt.
Das Wehr gehört zur Kraftwerksanlage Laufnitzdorf, die von der Austrian Hydro Power (AHP), der Wasserkraft-Tochtergesellschaft des Verbundes und der Steg-Steweag, betrieben wird. Die Tauchfirma Lestin ist ebenfalls ein Tochterunternehmen der Verbundgesellschaft.
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