Tirol: Snowboarder tot aus Gletscherspalte geborgen
- Verunglückter lag 1,50 Meter tief in der Spalte

Ein am Pitztaler Gletscher vermisster australischer Snowboarder ist am Dienstag nur noch tot aus einer Gletscherspalte geborgen worden. Der Urlauber war am Montag bei schlechter Sicht und Schneefall im freien Skiraum unterwegs und nach einem Lawinenabgang in die Spalte geschleudert worden.
Nach ersten Informationen der Gletscherbahnen gestaltete sich die Suche wegen weiterer Schneefälle in der Nacht äußerst schwierig. Zunächst hatte eine weitere Lawine abgesprengt werden müssen, ehe die Suche in den Morgenstunden überhaupt gestartet werden konnte. Nach Stunden entdeckten die Retter die Leiche des 20-Jährigen. Der Verunglückte war ebenso wie seine Begleiterein erfahrener Snowboarder gewesen.
Das Unglück ereignete sich im freien Skiraum im Bereich des Hinteren Brunnenkogels im Gemeindegebiet von St. Leonhard in 3.200 Metern Höhe in einem an die 40 Grad steilen Nordosthang. Die fünfköpfige Urlaubergruppe war im freien Gelände abgefahren. Der Australier fuhr als Erster, hinter ihm folgte ein aus Kanada stammender Kollege. Während der Abfahrt durch diesen Hang löste sich eine Schneebrettlawine und riss die beiden mit. Die übrigen Gruppenmitglieder befanden sich oberhalb des Anbruchgebietes und waren von der abgehenden Lawine nicht betroffen.
Eine Überprüfung des Lawinenkegels mit Sonden und Lawinenhunden brachte zunächst keine Spur von dem Mann. Lediglich die Kappe und die Skibrille des Wintersportlers wurden gefunden. Sie wurden von den übrigen Gruppenmitgliedern dem Vermissten zugeordnet. Erst am Dienstag hatte der Australier in der Gletscherspalte geortet und in der Folge ausgegraben werden können. Er war 150 Zentimeter tief verschüttet.
Am Gletscher herrschten am Montag äußerst ungünstige Wetterverhältnisse. Neben Neuschnee erschwerte auch Nebel die Einfahrtsflüge der Hubschrauber.
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