26 Meter hoher Weihnachtsbaum in Wien aufgestellt
- Hundertjährige Fichte aus dem burgenländischen Pinkafeld
- 16. November Eröffnung des Adventmarktes

Seit Dienstag Abend schmückt ein 28 Meter hoher Weihnachtsbaum den Wiener Rathausplatz. 100 Jahre wuchs die Fichte aus dem burgenländischen Pinkafeld Richtung Sonne, bevor sie zum Zwecke der städtischen Adventdekoration gefällt wurde. "Den passenden Baum auszusuchen, ist gar nicht so einfach", erzählte Hubert Iby vom burgenländischen Forstamt. Mitten im Wald könne man ein Nadelgehölz dieser Größe nicht schlägern, ohne dass der Baum - oder der Wald - Schaden davontrüge.
Die ab sofort prominenteste Fichte Wiens stammt also vom Straßenrand. Drei Tage wurden ihre mächtigen Äste auf weniger als vier Meter niedergebunden, so dass der Tieflader auch Untertunnelungen passieren konnte. Mit Polizeieskorte traf der Baum in der Abenddämmerung am Wiener Rathausplatz ein, wo er - trotz Eiseskälte - von einigen bibbernden Schaulustigen und Stadtpolitikern begrüßt wurde. Bürgermeister Michael Häupl (S) wohnte dem Spektakel heuer zum ersten Mal bei und lobte die Pracht des Nadelbaumes.
Seit 1959 spenden alle neun Bundesländer inklusive Südtirol der Bundeshauptstadt abwechselnd einen Christbaum, berichtete Hubert Iby. Während Südtirol im vergangenen Jahr kurzfristig einen Ersatzbaum organisieren musste, nachdem der Wipfel der vorhergesehenen Fichte abgebrochen war, ist die Spitze des heurigen Stückes an Dichte nicht zu überbieten. Dafür zeigt sich die bodennahe Region auffällig schütter. "Da werden sie sicher noch ein paar Christbäume hinstellen", zeigte sich Pensionistin Leopoldine Hofmeister überzeugt. Sie hatte den Baum um einige zusätzliche Äste erleichtert, als er noch am Boden lag. "Für zu Hause", freute sich die grünbemützte Souvenirjägerin.
Zwei Kräne versenkten den Stamm der alten Fichte rund einen Meter tief in die dafür vorgesehene Bodenöffnung. In den kommenden zwei Wochen werden die Äste herausgeputzt, um am 16. November um 17.30 Uhr für die "feierliche Illuminierung" und damit der Eröffnung des Adventmarktes am Rathausplatz gerüstet zu sein.
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