ÖBB-Infrastrukturvorstand: Alfred Zimmermann
- Minister Reichhold kürt Nachfolger für VP-Vorstand
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bekommen einen neuen Infrastruktur-Chef. Der Aufsichtsrat hat am Montag den bisherigen ÖBB-Prokuristen und Leiter des Bereichs Technische Services (Werkstätten), Alfred Zimmermann (51), zum neuen Vorstand für das Schienennetz der Bundesbahnen bestellt.
Dies teilte Aufsichtsratschef Franz Rottmeyer nach der Sitzung in einer Presseinformation mit. Zimmermann löst Helmut Hainitz (63) ab, der mit 31. Jänner 2003 in den Ruhestand tritt. Bis dahin soll Hainitz seinen Nachfolger in die neuen Agenden einführen.
Motivation durch internen Kandidaten
"Bei gleicher Qualifikation ist es für die Motivation aller Führungskräfte eines Unternehmens von entscheidender Bedeutung dem internen Bewerber den Vorzug zu geben", begründete Rottmeyer die Entscheidung. Zimmermann verfüge "über die notwendige Erfahrung und das Systemwissen Bahn" und sei damit "der geeignetste Kandidat für diese schwierige Aufgabe", so der Aufsichtsratsvorsitzende.
Zimmermann ist seit 1995 Leiter des Bereichs "Technische Services" bei den ÖBB. Diese verfügen über rund 5.000 Mitarbeiter an 30 Standorten und sind verantwortlich für die Wartung, Instandhaltung und Adaptierung sowie für die Sicherheits-Checks der rund 25.000 ÖBB-Schienenfahrzeuge. Vor seiner ÖBB-Karriere war Zimmermann unter anderem Geschäftsführer der Systec Industrieautomation GmbH, einer mittlerweile aufgelassenen Tochter des Siemens-Konzerns, und der österreichischen Aktiengesellschaft für Industrieplanung (AGI-Plan).
Bereits vergangene Woche war Zimmermann als "favorisierte Lösung" Rottmeyers festgestanden. Die Bestellung des neuen Infrastruktur-Chefs erfolgte am Montag im Aufsichtsrat mit nur einer Stimmenthaltung. Insgesamt hatten sich um den bereits am 2. März 2002 ausgeschriebenen Posten 29 Kandidaten beworben. Nach einem Hearing der sechs besten Kandidaten am 14. Oktober 2002 war neben Zimmermann aber nur noch ÖBB-Prokurist Peter Klugar, verantwortlich für den gesamten Betrieb am Schienennetz, im Rennen gewesen.
Postenkampf zwischen blau und schwarz
Kritiker sehen in der nunmehr raschen Besetzung des Infrastruktur-Postens im ÖBB-Vorstand den Versuch von Verkehrsminister Mathias Reichhold (F), vor den Wahlen noch politischen Einfluss auf die Vorstandsbestellung in den ÖBB zu nehmen. Das Ministerium weist diesen Vorwurf zurück. "Wir haben keine Möglichkeit des Einflusses. Sowohl die Frage, wann der Infrastrukturvorstand bestellt wird, als auch die Frage, wer es wird, entscheidet allein der Aufsichtsrat", heißt es.
Finanzchef offen
Im Laufen ist unterdessen noch die Besetzung des neu geschaffenen und ebenfalls bereits ausgeschriebenen Vorstandspostens eines ÖBB-Finanzchefs. Diese Personalentscheidung werde man als nächstes angehen, sagte Rottmeyer zuletzt.
Dalai Lama in Österreich10:26
Keine Angst vor ChinaAußenministerium reagiert auf Chinas Empörung betont gelassen
David Alaba07:48
"Wieder voll angreifen"Der Bayern- und ÖFB-Star hakt die Enttäuschungen ab und schaut nach vorne
Mordalarm in Wien12:03
Zu Tode geprügeltMann sagte nach Schlägerei bei der Polizei aus - nun folgte die Rache
