Mobilcom-Rettung weiter nicht in Sicht
- Streit um Treuhändervertrag des Firmengründers
- Wirtschaftsministerium lehnt Papier ab
Eine Rettung des deutschen Mobilfunkanbieters Mobilcom ist weiter nicht in Sicht: Ein von Exfirmenchef Gerhard Schmid unterzeichneter Treuhändervertrag, der als Voraussetzung für eine Einigung zwischen den Banken und Großaktionär France Telecom gilt, wurde vom Bundeswirtschaftsministerium abgelehnt. Er enthalte Änderungen des vereinbarten Vertragstextes, die "nicht akzeptabel" seien, erklärte ein Sprecher am Wochenende in Berlin. Schmid wies dies zurück.
In einer in Frankfurt am Main verbreiteten Erklärung Schmids hieß es, der am Freitagabend dem Bundeswirtschaftsministerium gesandte Treuhändervertrag berücksichtige die vom Ministerium am gleichen Tag geforderten Änderungen. Schmid erklärte, es sei ihm "völlig unerklärlich", wie das Ministerium den Vertrag einen "anderen Vertrag" nennen könne.
Der Ministeriumssprecher sagte, am Mittwoch sei ein Vertragstext abgestimmt worden, den Schmid habe unterzeichnen sollen. Er habe aber am Freitag einen geänderten Vertragstext geschickt. Die Änderungen seien nicht akzeptabel. Eine Sprecherin Schmids erklärte, der Name des Treuhänders werde nicht bekannt gegeben.
Der Vertrag Schmids mit einem Treuhänder gilt als eine der Voraussetzungen für die Rettung der angeschlagenen Mobilfunkgesellschaft. Die Banken hatten am Donnerstag zum vierten Mal die Rückzahlung fälliger Kredite von 4,7 Milliarden Euro verlängert; nun sind sie am 15. November fällig.
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