Dt. Autohersteller glänzen auf schwachem US-Markt
- BMW, Mercedes-Benz und Audi legten zu
·Rekordplus
Trotzdem Gewinn-warnung bei Honda
Die meisten deutschen Automobilhersteller haben sich im schwachen Oktober auf dem heiß umkämpften US-Automobilmarkt sehr gut geschlagen. BMW, Mercedes-Benz und Audi legten zu, während es bei Volkswagen und Porsche viel geringere Absatzeinbußen gab als bei General Motors, Ford und Chrysler. Dies geht aus den kürzlich veröffentlichten Verkaufszahlen der Autounternehmen hervor.
General Motors verkaufte im Oktober dieses Jahres im heimischen Markt nur noch 391.070 Autos oder 32 Prozent weniger als in der Vorjahresvergleichszeit. Der Ford-Absatz fiel im Oktober unter Einschluss von Jaguar, Volvo und Land Rover um 31 Prozent auf 287.975 Autos. Chrysler lieferte im Oktober in den USA 150.254 Autos aus oder 31 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahresmonat. Der Chrysler- Absatz fiel in den ersten zehn Monaten dieses Jahres gegenüber dem Januar-Oktober-Abschnitt 2001 allerdings nur um zwei Prozent auf 1,874 Millionen Autos.
Oktober 2001 - Rekordmonat
Der Oktober 2001 war ein Rekordmonat für die amerikanische Autobranche gewesen, da Detroit nach den Terroranschlägen vom 11. September unter Führung von General Motors mit Nullzins-Finanzierungen für Autokäufe auf Pump und mit anderen großzügigen Verkaufsanreizen begonnen hatte. Deshalb sieht der jetzige Verkaufsrückgang besonders schlimm aus. Die japanischen Anbieter verloren ebenfalls deutlich an Boden.
Neuere Mercedes Absatzrekord
Die Mercedes-Benz USA, die US-Tochter von DaimlerChrysler für Mercedes-Modelle, verbuchte im Oktober einen neuen Absatzrekord von 18.871 Fahrzeugen, plus 2,3 Prozent. Die neuen E-Klasse und die C-Klasse-Modelle waren besonders gefragt. Dagegen schrumpfte der Verkauf der M-Klasse-Geländewagen deutlich. Der amerikanische Mercedes-Absatz legte in den ersten zehn Monaten 2002 um 2,4 Prozent auf 172.563 Stück zu.
BMW - beeindruckende Verkaufszahlen
Die BMW Group wartete ebenfalls mit beeindruckenden Verkaufszahlen auf. Der US-Gesamtabsatz erhöhte sich im Oktober um 22 Prozent auf 19.634 Einheiten. Dazu zählten 2845 Minis. Die Mini-Modelle wurden erstmals im März in den USA angeboten. Der Verkauf der Siebener- Modelle lief besonders gut. Der Zehnmonats-Absatz der BMW Group stieg um 17 Prozent auf 206.791 Fahrzeuge.
Audi legt 8 % zu
Der Audi-Auslieferungen erhöhten sich im Oktober ebenfalls kräftig um acht Prozent auf 6648 Stück. Der A4-Verkauf stieg dabei deutlich. Die Audi of America hat in den ersten zehn Monaten dieses Jahres 70.306 Autos verkauft und hat damit um 0,7 Prozent zugelegt.
Volkswagen mit Absatzrückgang
Bei der Volkswagen of America gab es hingegen im Oktober einen kräftigen Absatzrückgang von 16 Prozent auf 25.135 Autos. Der Abschlag war aber prozentual nur halb so groß wie bei den US- Autokonzernen. Der Jetta konnte sich behaupten, während der Beetle und der Passat Einbußen erlitten. Die Volkswagen of America hat in den ersten zehn Monaten 2002 insgesamt 289.558 Autos ausgeliefert oder 3,1 Prozent weniger als im entsprechenden Abschnitt des Vorjahres. VW war aber weiterhin eindeutiger US-Branchenführer unter den europäischen Anbietern.
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