Ehemaliger Enron-Finanzchef wegen Betrugs angeklagt
- Klage lautet auf Betrug, Geldwäsche und Verschwörung
Zehn Monate nach der Enron-Pleite muss sich der ehemalige Finanzchef des US-Energiehändlers Enron vor Gericht verantworten. Der 40-jährige Andrew Fastow sei wegen Betrugs, Geldwäsche und Verschwörung in 78 Fällen angeklagt worden, teilte das US-Justizministerium mit. Ihm werde dabei vorgeworfen, die Enron-Aktionäre durch Bilanzmanipulationen über die wahre Lage des Unternehmens getäuscht und sich dabei auch selbst bereichert zu haben. Dies sei im Verbund mit anderen Enron-Managern geschehen.
Die Enron-Pleite im vergangenen Dezember war nach WorldCom die zweitgrößte Firmenpleite der US-Geschichte. Mit der Anklageerhebung gegen Fastow muss nun erstmals ein Manager des Unternehmens vor Gericht. Der Finanzvorstand muss sich vor einem Geschworenentribunal in Houston im US-Bundesstaat Texas, dem Enron-Sitz, verantworten. Der Anklage zufolge wurde Enron auch mindestens in einem Fall durch "eine große Finanzinstitution" bei den Bilanzfälschungen unterstützt.
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