MobilCom beantragt angeblich Zahlungsaufschub
- Bankkredite laufen aus

Der finanziell angeschlagene Mobilfunkanbieter MobilCom hat nach Angaben aus Unternehmenskreisen bei den Banken eine weitere Verlängerung der an diesem Donnerstag auslaufenden Zahlungsfrist für seine UMTS-Schulden von 4,7 Mrd. Euro beantragt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag in Büdelsdorf erfuhr, will Mobilcom durch die Verlängerung mehr Zeit für die andauernden Verhandlungen mit der France Telecom erhalten.
Bei den Gesprächen geht es um eine von dem französischen Staatskonzern bereits im Grundsatz zugesagte Übernahme seiner Schulden. Die Zahlungsfrist für die Milliardenschulden war zuvor bereits drei Mal verlängert worden.
Es werde noch über Einzelheiten eines Abkommens verhandelt, hieß es in den Kreisen. Eines der Details sei die noch nicht erfolgte Übertragung des 40-Prozent-Pakets von Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid auf einen Treuhänder. Die Übertragung dieses Aktienpakets gilt als wichtige Voraussetzung für einen Kompromiss mit France Telecom.
Sollten die Banken den Kredit fällig stellen, wäre ein Insolvenzantrag des Büdelsdorfer Unternehmens die Folge; dann wäre das Geld für die Kreditinstitute vermutlich verloren.
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