Juventus-Aktionäre feiern 6,1 Mio. Euro Gewinn
- Gaddafi-Sohn El Saadi neu im Aufsichtsrat

Der italienische Fußball-Erstligist Juventus Turin weist am Ende des Geschäftsjahres 2001/2002 einen Nettogewinn in Höhe von 6,1 Mill. Euro auf. Das Ergebnis wurde am Montag in Turin bei der ersten Aktionärsversammlung seit der Börsennotierung des Klubs im Dezember 2001 verkündet. Der Reingewinn entspricht einem 6,2-prozentigen Wachstum gegenüber der Saison 2000/2001. Auf Grund des positiven Ergebnisses wird Juventus eine Dividende in Höhe von 0,012 Euro pro Aktie ausschütten.
"Wir sind die einzige Sportgesellschaft, die eine Dividende ausschütten kann", kommentierte Juventus-Präsident Vittorio Chiusano. An der Mailänder Börse sind auch die Erstligisten Lazio Rom und AS Rom notiert.
Gaddafi-Sohn El Saadi neu im Aufsichtsrat
In den Juve-Aufsichtsrat wurde erstmals der Sohn des libyschen Revolutionsführers Muammar Gaddafi, El Saadi, aufgenommen. Die libysche Finanzgesellschaft Lafico, die unter mehrheitlicher Kontrolle der Regierung in Tripolis steht, hält eine 7,5-prozentige Beteiligung an Juventus. Stärkster Aktionär der Gruppe ist die Finanzgruppe Ifi, die im Besitz des Autokonzerns Fiat ist.
In den nächsten Monaten will sich Juventus verstärkt auf die Umwandlung in ein Medien- und Freizeitunternehmen konzentrieren, sagte Vorstandschef Antonio Giraudo. Damit werde der Klub künftig unabhängiger vom sportlichen Erfolg der Mannschaft sein. Der nach eigenen Angaben älteste und größte Fußballclub Italiens will mit dem Bau des Vergnügungsparks 'Mondo Juve' an der Peripherie von Turin den Umsatz um zusätzliche 20 Prozent steigen.
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