Sonntag, 3. November 2002

Vincent erster französischer 125-ccm-Weltmeister

  • Pedrosa, Melandri und Barros siegten in Valencia

Arnaud Vincent hat sich am Sonntag als erster Franzose den Motorrad-WM-Titel in der Klasse bis 125 ccm gesichert. Dem Aprilia-Fahrer reichte beim Saisonfinale in Valencia vor 100.000 Zuschauern ein zweiter Platz hinter dem spanischen Lokalmatador Daniel Pedrosa, weil sein einziger Titelkonkurrent Manuel Poggiali aus San Marino nur Siebenter wurde. Die weiteren Sieger beim letzten Grand Prix der Saison hießen Alex Barros (MotoGP) und Marco Melandri (250 ccm).

Die letzte noch ausstehende WM-Entscheidung fiel bereits in der vierten Runde, als Titelverteidiger Poggiali, der vor dem letzten Saisonrennen nur acht Punkte Rückstand auf Vincent hatte, in einer Kurve zu spät bremste und damit aussichtslos auf den zehnten Rang zurückfiel. Mit Vincent wurde der Fahrer Weltmeister, der in dieser Saison als einziger Achtelliterfahrer in jedem Rennen gepunktet hatte.

In der MotoGP-Klasse, wo der Italiener Valentino Rossi schon seit dem 21. September als Weltmeister feststeht, kam es zu einem dramatischen Finale zwischen Rossi und Alex Barros. Der Brasilianer setzte sich schließlich mit 0,23 Sekunden knapp vor Rossi durch und feierte seinen zweiten Saisonsieg, Dritter wurde Vizeweltmeister Max Biaggi aus Italien. Der elffache Saisonsieger Rossi, der in Valencia noch nie gewonnen hat, beendete die WM mit 355 Punkten und übertraf damit die Rekordmarke des Australiers Mick Doohan, der 1997 zwölf Siege gefeiert und insgesamt 340 WM-Punkte geholt hatte.

Marco Melandri, der ebenfalls bereits vorzeitig als Weltmeister in der 250ccm-Klasse festgestanden war, krönte seinen Titel mit dem neunten Saisonsieg. Der Italiener gewann vor seinem Landsmann Roberto Rolfo und dem Spanier Emilio Alzamora. Der WM-Zweite Fonsi Nieto aus Spanien stürzte in der 17. Runde.

3.11.2002 16:21