Maradona feiert 42. Geburtstag - seine Kirche feiert mit
- Anhänger der "Kirche Maradonas" vergöttern den Star
- Erstes Gebot: "Der Ball wird nicht befleckt"

Der Personenkult um den früheren Fußballstar Diego Maradona treibt in dessen argentinischer Heimat immer buntere Blüten. Pünktlich zum 42. Geburtstag des Weltmeisters von 1986 hätten sich 400 "Gläubige" der "Kirche Maradonas" zu einem feucht-fröhlichen "Weihnachtsfest" versammelt, berichtete die angesehene Sportzeitung "Olé" am Donnerstag.
Die Anhänger der Kirche mit dem ironischen Beinamen "Hand Gottes" versammelten sich am Mittwoch in der Stadt Rosario um einen Tannenbaum, in dem Glaskugeln mit Maradonas Konterfei baumelten. Die beiden als Priester verkleideten Journalisten Alejandro Verón und Hernán Amez hätten die Kirche offiziell vorgestellt, deren einziger Zweck die "Verehrung" Maradonas sei.
Der Kirchenkalender beginnt mit dem Jahr 1960, dem Geburtsjahr Maradonas. Alles, was seither geschah, wird mit der Abkürzung "DD" versehen, was im Spanischen für "seit Diego" steht. Die zehn Gebote der Fußball-Kirche beginnen mit dem Spruch Maradonas: "Der Ball wird nicht befleckt", und als Bibel erkoren die Fans das Buch ihres Idols "Ich bin der Diego der einfachen Leute" aus. Die rauschende Weihnachtsfeier sei erst am frühen Morgen zu ihrem Ende gekommen, als der "Messwein" zur Neige gegangen sei, schrieb "Olé" weiter.
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