Dopingprozess gegen Sportmediziner Conconi vertagt
- Verteidiger fordern Einstellung

Der Dopingprozess gegen den umstrittenen italienischen Sportmediziner Prof. Francesco Conconi ist auf den 5. Dezember vertagt worden. Beim Prozessauftakt forderten Conconis Verteidiger die sofortige Einstellung des Prozesses gegen den Rektor der Universität Ferrara, der jahrelang Profi-Sportler mit dem Blutdoping-Mittel Erythropoietin (EPO) behandelt haben soll. Darunter waren neben der ehemaligen italienischen Ski-Langläuferin Manuela Di Centa vor allem bekannte Radprofis wie Tour-de-France- und Giro-Sieger Marco Pantani.
Die von der Staatsanwaltschaft erhobene Anklage wegen Sportbetrugs sei juristisch nicht haltbar, argumentierten die Verteidiger nach einem Bericht der "La Gazzetta dello Sport". Selbst wenn Conconi die Sportler gedopt habe, sei er nicht wegen des Tatbestands des Sportbetrugs verantwortlich zu machen.
Staatsanwalt Nicola Proto dagegen beharrte auf seiner Anklage, die Conconi in 33 Fällen neben Sportbetrug auch Anführung einer kriminellen Vereinigung und Medikamentenmissbrauch vorwirft. Conconi hatte die Vorwürfe bislang stets zurückgewiesen. Zum Prozessauftakt am Dienstag erschien der jahrelang vom Nationalen Olympischen Komitee Italiens (Coni) mitfinanzierte Mediziner nicht.
Mit Conconi stehen in Ferrara auch zwei seiner engsten Mitarbeiter vor Gericht, der Biologe Ilario Casoni und der Sportmediziner Giovanni Grazzi. In Bologna muss sich mit dem Sportmedizinier Michele Ferrari bereits seit einigen Monaten ein weiterer Schüler von Conconi wegen Dopings vor Gericht verantworten.
Dalai Lama in Österreich10:26
Keine Angst vor ChinaAußenministerium reagiert auf Chinas Empörung betont gelassen
David Alaba07:48
"Wieder voll angreifen"Der Bayern- und ÖFB-Star hakt die Enttäuschungen ab und schaut nach vorne
Mordalarm in Wien12:03
Zu Tode geprügeltMann sagte nach Schlägerei bei der Polizei aus - nun folgte die Rache
