Abu Nidal bekennt sich zu Lockerbie-Anschlag
- Verurteilter Libyer laut "Weltspiegel" unschuldig
Der wegen des Lockerbie-Anschlags zu lebenslanger Haft verurteilte Libyer Abdel Basset Ali el Megrahi ist nach Angaben der Terrorgruppe Abu Nidal unschuldig. Das berichtete am Samstag vorab der ARD-"Weltspiegel" unter Berufung auf den Palästinenser Khalid Awad, den Angaben zufolge ein Führungsmitglied der Terror-Gruppe.
Demnach wurde die amerikanische Pan-Am-Maschine im Dezember 1988 gemeinsam von Abu Nidal und der Terrorgruppe Ahmed Jibril über dem schottischen Lockerbie durch eine Bombe zur Explosion gebracht.
Der libysche Geheimagent Megrahi und ein ebenfalls verhafteter, aber frei gesprochener Kollege seien in keinem Fall die Verantwortlichen des Terroranschlags gewesen, berichtet der "Weltspiegel" mit Bezug auf Awad. Die beiden Terror-Gruppen hätten nach dem Anschlag jeweils fünf Millionen Dollar (rund fünf Millionen Euro) von libyschen Behörden erhalten.
Bei dem Anschlag waren im Dezember 1988 alle 259 Insassen und elf Menschen am Boden ums Leben gekommen. Megrahi war im Jänner 2001 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Im März dieses Jahres hatte ein schottisches Berufungsgericht das Urteil bestätigt. Im September legten die Anwälte Megrahis dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Petition vor, das Urteil gegen ihren Mandanten zu überprüfen.
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