Schwere Unwetter in Mittelitalien
- Hochwasser vor Kolosseum in Rom wie in Venedig
- Dauerregen in Mittelitalien sorgte für chaotische Zustände

Nach sintflutartigem Dauerregen und heftigen Sturmböen herrschten heute, Freitag, in Mittelitalien chaotische Zustände. In den Regionen Umbrien, Abruzzen und Latium überfluteten die Wassermassen Straßen und Keller, berichtete das italienische Fernsehen.
Wegen des starken Regens kam es zu Verspätungen auf dem römischen Flughafen Fiumicino. Besonders Rom war von den Niederschlägen betroffen. In der Hauptstadt bahnten sich am Freitagvormittag Busse ihren Weg durch Wassermassen. Touristen, die das Kolosseum besichtigen wollten, mussten sich mit Gummistiefeln zu den Eingänge kämpfen. "Hochwasser in Rom wie in Venedig", kommentierten die Bewohner.
Die Feuerwehr stand im Dauereinsatz. In der Badeortschaft Terracina südlich von Rom stürzte das Dach einer Kirche aus dem 14. Jahrhundert ein. Laut den Vorhersagen der Meteorologen ist erst nächste Woche mit einer Wetterbesserung zu rechnen. Die Regengüsse sollten in den nächsten Tagen auch Süditalien heimsuchen. Befürchtet wird, dass die Niederschläge die Rettungsaktion in den vom Erdbeben betroffenen Gebieten der süditalienischen Region Molise belasten könnten.
Hagelstürme und Erdrutsche hatten am Donnerstagnachmittag zur Sperre einer 110 Kilometer langen Strecke der "Autostrada del Sole" zwischen Valdichiana im Süden der Toskana und Orte (Lazio) in beiden Fahrtrichtungen geführt. Unter strömendem Regen mussten die Lenker zeitweise mehrere Kilometer in Kolonnen ausharren. "Solche Hagelstürme habe ich mein Leben lang nicht gesehen", sagte der Bürgermeister der toskanischen Kleinstadt Baschi, einer der vom Unwetter am meisten betroffenen Ortschaften.
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