Freitag, 1. November 2002

Bis zu 60 Tote bei Erdrutsch in Kolumbien befürchtet

  • Suche nach den Verschütteten durch Kämpfe behindert

Bei einem Erdrutsch im Norden Kolumbiens sind nach Angaben der Gesundheitsbehörden vom Freitag bis zu 60 Menschen ums Leben gekommen. Die Schlamm- und Gerölllawine hatte sich nach starken Regenfällen durch mehrere kleine Dörfer und Gehöfte der Provinz Bolivar gewälzt.

Der Gouverneur der Region, Luis Vargas, hatte nach dem Unglück am Donnerstag zunächst nur von vier Toten und 30 Vermissten gesprochen.

Die Suche nach den Verschütteten wurde durch Kämpfe zwischen linken Rebellen der "Revolutionsarmee des Volkes" (ERP) mit den Streitkräften behindert. Der Direktor des Krankenhauses der nahe gelegenen Stadt Montecristo, Pablo Rodriguez, sagte unter Hinweis auf Augenzeugen, neben den vermutlich 60 Verschütteten seien 2.000 Menschen obdachlos und 500 Häuser beschädigt worden.

Die Behörden hatten vor einigen Tagen vor Erdrutschen und Überschwemmungen in vielen Regionen des Landes gewarnt. Das Klimaphänomen "El Nino" sorgt zurzeit für besonders starke Niederschläge.

1.11.2002 16:13