Explosionsserie erschütterte Chemiefabrik bei München
- Millionenschäden - Arbeiter konnten sich in Sicherheit bringen
Eine Explosionsserie hat Dienstag früh in einer Chemiefabrik in Pullach bei München Millionenschäden verursacht. Hintereinander ereigneten sich auf dem Gelände der Firma Peroxyd bis zu 20 weithin hörbare Detonationen. Eine Fabrikhalle zur Verarbeitung der Chemikalie Peroxyd für die Kunststoffproduktion stand anschließend in Flammen.
Nach Polizeiangaben entstanden Schäden in Höhe von rund einer Million Euro. 20 Arbeiter der Nachtschicht konnten sich unverletzt in Sicherheit bringen. Giftige Gase oder Dämpfe wurden nach einer vorläufigen Bilanz bei dem Großbrand nicht freigesetzt. Die Ursache der Explosionsserie war zunächst ungeklärt.
Ein S-Bahn-Fahrer hatte gegen 1.00 Uhr die Detonationen bemerkt und der Polizei gemeldet. Nach der Alarmierung bekämpften mehrere Feuerwehren die Flammen. Der Brand konnte erst nach Stunden durch einen Großeinsatz unter Kontrolle gebracht werden. Mehrere Chemikalien-Tanks mussten am Vormittag jedoch weiterhin abgekühlt werden, um neue Explosionen zu verhindern.
Bei dem Feuer bildete sich eine Rauchwolke, die nach Polizeiangaben aber keine gesundheitliche Gefährdung mit sich brachte. Dennoch wurden 18 Menschen aus fünf umliegenden Häusern vorübergehend in Sicherheit gebracht. Brandfahnder begannen bereits am frühen Morgen mit ihren Ermittlungen. In der Chemiefabrik gab es in den vergangenen Jahrzehnten bereits mehrmals Großbrände.
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