Treffen: Türkischer und zypriotischer Präsident
- Sezer hofft in Dänemark auf Lösung der Zypernfrage
Die Präsidenten der EU-Beitrittskandidaten Türkei und Zypern, Ahmet Necdet Sezer und Glafcos Clerides, haben sich am Montag in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen getroffen und kurz über die bisherigen Bemühungen zur Überwindung der Teilung der Mittelmeerinsel gesprochen. Dies berichtete die halbamtliche zypriotische Nachrichtenagentur CNA.
Die Begegnung fand am Rande des Treffens der dänischen EU-Ratspräsidentschaft mit den Staats- und Regierungschefs der EU-Beitrittskandidaten statt. Sezer habe die Hoffnung geäußert, dass die Gespräche zur Lösung der Zypernfrage vorankommen. Clerides habe seinerseits den Wunsch geäußert, dass die EU im Dezember der Türkei einen Termin für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen nennt, berichtete die Nachrichtenagentur weiter.
Treffen zwischen den Staatschefs der beiden Nachbarstaaten sind eine Rarität. Die Türkei erkennt die Republik Zypern und ihren Präsidenten Glafcos Clerides nicht an. Die Mittelmeerinsel ist seit 1974 geteilt. Die seit Jänner andauernden Gespräche zur Überwindung der Teilung zwischen den Führern der Inselgriechen und Inseltürken, Clerides und Rauf Denktas, sind bisher ohne Ergebnis geblieben. Die EU hatte bereits am Freitag die beiden Seiten aufgefordert, ihre Bemühungen um eine Lösung zu verstärken, noch bevor Mitte Dezember in Kopenhagen die Entscheidung über den Beitritt Zyperns und neun anderer Länder zur EU fällt.
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