Sonntag, 3. November 2002

Bahnunglück in NÖ: 24 Personen verletzt

  • Ursache menschliches Versagen

Anfang November löste menschliches Versagen ein Zugsunglück in Sierndorf (Niederösterreich) aus. Bei dem Crash stieß ein Eilzug gegen 35 abgestellte Güterwagen. 24 Personen wurden verletzt, drei schwer.

Die Kollision ereignete sich gegen 11.20 Uhr. Der Güterzug dürfte nach ersten Erhebungen auf einem falschen Gleis abgestellt gewesen sein. Die mit 35 bis 40 Personen besetzte Schnellbahn näherte sich mit der üblichen Geschwindigkeit von etwa 70 km/h. Der Lokführer leitete eine Notbremsung ein und suchte anschließend intuitiv unter dem Schalterpult Schutz. Dieses Verhalten könnte ihm das Leben gerettet haben.

Den Helfern bot sich ein Bild der Verwüstung. Der Schnellbahn-Triebwagen und ein Waggon des Güterzuges waren durch die Wucht des Aufpralls in die Höhe gehoben und ineinander verkeilt worden. Weitere Waggons hob es aus den Schienen.

Die Feuerwehr war mit 60 Mann und zehn Fahrzeugen am Einsatzort. Zur Unterstützung der Hilfskräfte wurden zwei Hubschrauber - Christophorus 9 aus Wien und Christophorus 2 aus Krems - angefordert.

3.11.2002 11:32