Samstag, 2. November 2002

Mord in Bayern: Kopf der Toten bleibt verschwunden

  • Neuerliche Suchaktion am Mittwoch erfolglos

Nach dem Frauenmord von Lackenhäuser in Bayern, nahe der oberösterreichischen Grenze, bleibt der Kopf der Toten verschwunden. Eine groß angelegte Suchaktion in Anwesenheit des mutmaßlichen Täters musste am Mittwochnachmittag erfolglos beendet werden.

Der 70-jährige Oberösterreicher hat gestanden, im Raum Lackenhäuser seine ebenfalls aus dem Mühlviertel stammende 43-jährige Geliebte erschossen und die Tote dann "enthauptet" zu haben, um deren Identifizierung zu erschweren. Den abgetrennten Kopf habe er in der Nähe des Tatorts weggeworfen, sagte der Mann.

Nachdem frühere Suchaktionen nichts gebracht hatten, wurde der 70-Jährige am Mittwoch - mit ministerieller Genehmigung, da es sich um einen Untersuchungshäftling handelt - von oberösterreichischen Gendarmen nach Lackenhäuser gebracht. In der Folge führte der Mann die oberösterreichischen und bayerischen Beamten kreuz und quer durch das zum Teil schon verschneite Gelände und über abgelegene Waldwege. Offensichtlich dürfte der mutmaßliche Täter selbst nicht genau gewusst haben, wo er sich nach dem Mord - in der Dunkelheit - des Totenkopfs entledigt hat, so ein Ermittler. "Es sieht hier überall gleich aus", sagte der Mann immer wieder.

Gegen 15.30 Uhr wurde die Suche schließlich beendet, der 70-Jährige wurde wieder nach Linz zurück gebracht. Weitere Suchaktionen nach dem Kopf der Ermordeten seien vorerst nicht geplant, teilten die Sicherheitsbehörden mit.

2.11.2002 09:53