Alarm in Wien: Mistkübel expoldiert! Mann verletzt
- Ursache offenbar illegal entsorgte Problemstoffe
War es ein Attentat? Oder hatte jemand eine Gaskartusche in den Müll geworfen? In Wien ist Montag Vormittag ein Mistkübel explodiert - ein Mitarbeiter der Müllabfuhr erlitt schwere Verletzungen.
Ein Mitarbeiter der Wiener Müllabfuhr ist heute, Montag, im Dienst verletzt worden. Der 46-Jährige wurde Opfer einer Explosion, die vermutlich durch die illegale Entsorgung von Problemstoffen verursacht worden ist.
Mitarbeiter der MA 48 leerten am Vormittag Müllcontainer in der Zentagasse im Bezirk Margareten. Die Mistbehälter werden auf das Müllfahrzeug geladen, wo der Abfall geschreddert, gepresst und dann abtransportiert wird.
Plötzlich kam es zur Explosion: Ein Container flog in die Luft, aus der Öffnung des Müllwagens schoss eine Stichflamme. Der Arbeiter, ein 46 Jahre alter Wiener, erlitt Verletzungen im Gesicht und an den Händen. Er wurde mit der Rettung ins Spital gebracht.
Zunächst wurde das Müllfahrzeug vom Entschärfungsdienst untersucht. Dann wurde der Wagen zum Müllsammelplatz in der Sonnleitengasse nach Favoriten gebracht und von der Tatortgruppe der Polizei unter die Lupe genommen. Auch der restliche Inhalt des in die Luft geflogenen Mistcontainers wurde analysiert.
Jetzt ermittelt die Umweltgruppe des Wiener Sicherheitsbüros. Offensichtlich hat eine chemische Reaktion von Abfallstoffen, die illegal entsorgt worden waren, den Unfall ausgelöst.
Hoch brisant
"Es muss sich um einen hoch brisanten Stoff gehandelt haben", sagte ein SB-Referent. "Die Substanz ist bei der Explosion fast spurlos verpufft." Um welche Chemikalien es sich gehandelt hat, könnte deswegen gar nicht mehr feststellbar sein. Offensichtlich hat es sich um einen Problemstoff gehandelt, der nicht in den Hausmüll gehört. "Sonst wäre die Reaktion nicht so stark gewesen."
Die Druckwelle beschädigte ein Auto. Fenster von umliegenden Häusern wurden zerstört, die Auslagenscheibe einer Schneiderei ging zu Bruch.
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