NEWS: Österreichs Wintertourismus vor Rekordjahr
- Flug- & Terrorangst bescheren Hotellerie ausgebuchte Betten
- Wintersport-Orte rüsten für neuen Nächtigungsrekord
Auf den Berggipfeln funkelt bereits der erste Schnee. Und in den Tälern glitzern die Augen der Hoteliers angesichts der optimistischen Nächtigungsprognosen. Wenn das Wetter für eine stabile Schneelage sorgt, steht zwischen Arlberg und Semmering eine neuerliche Rekordsaison vor der Tür. Die österreichischen Wintersportorte sind dabei die klaren Nutznießer der derzeit heiklen weltpolitischen Situation.
Fernreisen in exotische Länder, einstmals harte Konkurrenz zu Pulverschnee, Hüttenzauber & Co, verzeichnen seit dem 11. September teils dramatische Buchungsrückgänge. Die jüngsten Terroranschläge auf Bali verstärken diesen Trend zusätzlich. Flugangst und Terrorbefürchtungen bescheren der österreichischen Hotellerie ausgebuchte Betten.
Egon Smeral, Tourismusexperte des Wirtschaftsforschungsinstituts, bringt es auf den Punkt: Nah und sicher - das ist die Urlaubsdevise. Die alles andere als rosige Wirtschaftslage mit Besorgnis erregenden Arbeitslosenzahlen in Deutschland dämpft auch bei unseren wichtigsten Tourismusgästen die Lust auf teure Karibikausflüge. "Der deutsche Markt ist natürlich schwieriger geworden. Auf einen Kurzurlaub im Schnee verzichten die Leute aber nur ungern", erklärt Sitour-Boss und Bergbahnen- Zampano Peter Schröcksnadel, Hansdampf in allen Wintertourismus- Gassen, die Zuversicht der Branche.
Rekord-Prognose
Mit der Rekordsaison des vergangenen Winters im Rücken (56,3 Millionen Nächtigungen, 10 Milliarden Euro Wertschöpfung aus dem Wintertourismus), versprühen auch Tourismus- Staatssekretärin Mares Rossmann und Österreich-Werbung- Boss Arthur Oberascher Optimismus. "Die Vorgaben sind hoch, aber ich bin guter Dinge, dass wir dieses hohe Niveau halten werden können", meint Rossmann. Und Oberascher setzt noch eins drauf: "Ich glaube - vorausgesetzt, der Wettergott ist uns hold -, dass wir die Vorjahresergebnisse sogar übertreffen können. Ich rechne mit einem Plus von vier bis fünf Prozent bei der Wertschöpfung."
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