Benetton steigt aus dem Sportartikelsektor aus
- Gilberto Benetton bestätigt Verkaufspläne
Der Sportartikelsektor der italienischen Unternehmerfamilie Benetton soll verkauft werden. "Wir verhandeln über einen teilweisen Ausstieg", bestätigte der Präsident der Familienholding Edizione Holding, Gilberto Benetton, laut Medienberichten.
Zu den Bewerbern sollen neben US-Interessenten auch der Sportartikelkonzern Head. Kolportiert werden aber auch Gelüste von seiten der Skischuhgruppe Tecnica. Gerüchte, wonach auch die österreichische Atomic verhandle, werden von dem 61-jährigen Finanzexperten der Benetton-Gruppe, Gilberto Benetton, im "Standard" nicht bestätigt.
Benetton stellt seit 1997 Ski und Skischuhe (Nordica) her sowie Tennisschläger (Prince), Inline-Skates (Rollerblade), Snowboards und Sportbekleidung (Killer Loop und Playlife). Letztere soll angeblich nicht verkauft werden. Der Bereich wurde in den vergangenen Jahren restrukturiert und soll 2002 erstmals wieder schwarze Zahlen schreiben.
Laut "Presse" soll Head vor allem an der Skischuhsparte und eventuell auch an der Snowboard-Produktion interessiert sein, Head-Chef Johan Eliasch wollte dies aber gegenüber der Zeitung nicht kommentieren.
Benetton bemühe sich zur Zeit ihre vielfältigen Beteiligungen zu konsolidieren, heißt es im "Standard" weiter. Das Kerngeschäft soll weiterhin der Bekleidungssektor bleiben, der nur mehr 27 Prozent des Umsatzes ausmacht.
"Wir sind am österreichischen Markt für Autobahnrestaurationen an einer Aufstockung unseres Anteiles von gegenwärtig 30 auf 50 Prozent interessiert. Solange es aber keine Verkäufer gibt, ist es schwierig dieses Ziel zu erreichen," so Benetton weiter. Als 57-Prozent Eigentümer an der Autobahnrestaurationskette Autogrill - die in Österreich die Wienerwald-Autobahnrestaurants gekauft hat - bekundete die Gruppe immer wieder Interesse auch an heimischen Rosenberger-Restaurants.
Mit der Entwicklung bei Autostrade, die vor wenigen Monaten den Zuschlag für die Lkw-Mautstellen in Österreich gewann, zeigt sich Benetton zufrieden. Die Gruppe ist mit 14 Prozent größter Einzelaktionär bei Autostrade. Zweifellos interessiere sich Autostrade auch für den Betrieb von Pkw-Mautstellen, sollten diese in Österreich eingeführt werden, heißt es weiter.
Dalai Lama in Österreich10:26
Keine Angst vor ChinaAußenministerium reagiert auf Chinas Empörung betont gelassen
Michael Schumacher18:02
"Der alte Hund"Niki Lauda zog seine rote Kappe vor dem Deutschen. Seine Pole fand er "sensationell".
Mordalarm in Wien12:03
Zu Tode geprügeltMann sagte nach Schlägerei bei der Polizei aus - nun folgte die Rache

