Deutsches Handwerk steckt tief in der Krise
- Hunderttausende Jobs verloren
- Handwerkspräsident spricht von "Rezession"
Das deutsche Handwerk steckt tief in der Krise: Im zweiten Quartal seien erneut die Umsätze eingebrochen, auch die Zahl der Mitarbeiter gehe drastisch zurück, sagte Handwerkspräsident Dieter Philipp der "Berliner Zeitung" vom Mittwoch. Zudem seien zahlreiche Betriebe von der Pleite bedroht. "Unsere Branche steckt in einer ausgewachsenen Rezession", betonte Philipp. Er fürchte, dass durch die Pläne der Bundesregierung zu höheren Steuern und Sozialabgaben "noch mehr Betriebe aufgeben" müssten.
Seinen Angaben zufolge gingen zwischen April und Juni 306.000 Arbeitsplätze verloren. Das war ein Rückgang um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit arbeiten im Handwerk derzeit rund 5,3 Millionen Menschen. Den Einbruch führte der Verbandspräsident auf die katastrophale Lage am Bau zurück. Bereits im vergangenen Jahr waren in der Branche rund 211.000 Jobs verloren gegangen. Die Umsätze sanken demnach im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um rund fünf Prozent auf rund 105 Mrd. Euro.
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