Montag, 21. Oktober 2002

"Süddeutsche Zeitung" legt zu - Verluste bei der "Welt"

  • Auch "Frankfurter Rundschau" und sogar "Bild" büßen ein

Die schmäleren Geldbörsen der Menschen (Preise zogen nach der Euro-Einführung an, Löhne nicht) zeigen nun auch auf dem Zeitungsmarkt ein deutliches Minus. Am Beispiel Deutschland: Nur die "Süddeutsche" legte zu. Alle anderen müssen harte Einbußen beim Abonnement (und damit auch bei den Anzeigenpreisen) hinnehmen.

Unter den großen überregionalen Abo-Tageszeitungen hat die "Süddeutsche Zeitung" als einzige zugelegt. Das Münchner Blatt erreichte im 3. Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im Schnitt 443.000 verkaufte Exemplare (plus 1,0 Prozent). Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" lag bei 400.000 Exemplaren (minus 1,3 Prozent), "Die Welt" (knapp 264.000 Auflage) büßte 9,6 Prozent ein und die "Frankfurter Rundschau" (183.000) verkaufte 3,7 Prozent weniger.

Sogar "Bild" gibt 6,4% ab
Spitzenreiter bei allen Tageszeitungen bleibt mit 4,23 Millionen Auflage "Bild", das jedoch mit einem Minus von 6,4 Prozent ebenfalls deutliche Verluste hinnehmen musste.

Bei den Wirtschaftsblättern verlor das "Handelsblatt" 7,7 Prozent und liegt jetzt bei 137.000 Auflage. Die "Financial Times Deutschland" konnte sich im heurigen Jahr auch international besser etablieren. Die Belohnung: Eine verkaufte Auflage von knapp 84.000, ein Plus von fast zehn Prozent.

21.10.2002 15:24