Montag, 21. Oktober 2002

Mazda schließt Lkw-Fabrik und produziert mehr Pkw

  • Heimische Produktion soll auf 898.000 Fahrzeuge wachsen
  • Lkw-Fertigung soll zur Kostensenkung an Press Kogyo gehen

Der Autohersteller Mazda will bis März 2005 eine Lastwagen-Fabrik in Westjapan schließen und dafür seine Pkw-Produktion vor allem für den europäischen Markt ausweiten. Wie ein Mazda-Sprecher am Montag in Tokio mitteilte, reagiert das Unternehmen damit auf den seit langem schleppenden Verkauf von Nutzfahrzeugen und die "stabile Nachfrage" in Europa.

Die 630 Mitarbeiter der betroffenen Fabrik bei Hiroshima sollen auf zwei Pkw-Produktionsstätten in derselben Region verteilt werden. Der fünftgrößte Autobauer Japans, der zu einem Drittel dem US-Konzern Ford gehört, will dadurch die heimische Produktion um 14 Prozent auf insgesamt 898.000 Fahrzeuge steigern. Das entspricht allerdings gegenüber dem Output vor Einführung des "Millennium Plan" von November 2000 einer Reduzierung um 15 Prozent.

Konkret will die Mazda Motor Corp, Hiroshima, ihre japanische Lkw-Produktion vom Frühjahr 2003 an schrittweise zur Press Kogyo Co auslagern. Damit sollen die Kosten gesenkt werden, erklärte der japanische Automobilhersteller am Montag. Press Kogyo werde vier Lkw-Modelle für Mazda produzieren, heißt es, und damit einen jährlichen Umsatz von 13 bis 15 Mrd. Yen (106,7 bzw. 123,1 Mill. Euro) generieren.

In der Zeit von Jänner bis August dieses Jahres hat Mazda eigenen Angaben zufolge 32.082 Lkw verkauft, das entspricht 3,6 Prozent des Gesamtumsatzes des Autoherstellers.

21.10.2002 08:55