Sonntag, 27. Oktober 2002

Weitere Reformen geplant - Vor Rückkehr zu Slicks

  • Alle bisherigen FIA-Beschlüsse im Detail (Kasten rechts)
  • PLUS: Alles über die abgelaufene Saison

Die Formel 1 steht vor einer Rückkehr zu Slicks. Wie das Fachmagazin "auto motor und sport" meldet, fordern Formel-1-Chef Bernie Ecclestone und die Teamchefs für 2004 wieder rillenlose Reifen und breitere Rennwagen. Max Mosley, der Präsident des Internationalen Automobilverbandes FIA, habe dafür bereits sein Einlenken signalisiert. Die Slicks sind nach 1997 verboten worden. Zudem wurde damals die Autobreite von 2,00 auf 1,80 Meter verringert.

Am 4. Dezember wollen die Teamchefs, Ecclestone und Mosley noch über weitere Reformen beraten, um die vom fünffachen Weltmeister Michael Schumacher und Ferrari nach Belieben dominierte Königsklasse wieder spannender zu machen. Laut "auto motor und sport" geht es bei dem Treffen unter anderem darum, den Boxenfunk dem Publikum zugänglich zu machen und die Durchflussmenge beim Tanken von 12 auf 18 Liter pro Sekunde zu beschleunigen. Zudem soll die bidirektionale Telemetrie wieder verboten werden. Diese ermöglicht seit dieser Saison Einstellungen am Auto per Funk von der Boxenmauer aus. Mosley sprach sich für eine Standard-Elektronikbox aus.

Mehr Platz für Sponsoren
Weitere Regeländerungen wollen die Technikchefs zwei Tage später am 6. Dezember entscheiden. Nach Informationen des Fachmagazins sollen die Endplatten der Heckflügel und die Motorabdeckungen vergrößert sowie ein Heckflügelelement entfernt werden. So würde für Sponsorenaufschriften mehr Platz geschaffen.

Reformen für 2003 beschlossen
Vor zwei Wochen hatte die Formel-1-Kommission in London weit reichende Reformen für 2003 beschlossen (siehe Kasten rechts). Unter anderem erhalten künftig die ersten Acht statt der ersten Sechs WM-Punkte. Am Freitag gibt es wie am Samstag ein einstündiges Zeittraining. Die Reifenlieferanten dürfen für jedes Auto einen maßgeschneiderten Reifen liefern.

27.10.2002 15:30
Ergebnisse, WM-Stand, Team-Porträts