AS Roma bereitet "Palastrevolte" gegen Liga-Chef vor
- Klubchef Sensi ruft zum Protest gegen Berlusconis
- Vertrauensmann Galliani auf

In Italien bahnt sich eine "Palastrevolte" gegen Fußball-Liga-Chef Adriano Galliani, den Vertrauensmann des Regierungschefs und Ehrenpräsidenten des AC Milan, Silvio Berlusconi, an. Der Klubchef der AS Roma, Franco Sensi (Bild), ruft zu einem "Aufstand" auf. Er wirft Galliani "Interessenskonflikte" vor.
Galliani sei nicht nur Liga-Boss, sondern de facto auch der oberste Funktionär der Mailänder, da sich die Nummer eins des Vereins, Berlusconi, kaum um das Fußballgeschäft kümmere. Galliani nutze seine Spitzenposition aus, um die Rossoneri zu begünstigen, wetterte Galliani im Interview mit der römischen Sporttageszeitung "Corriere dello Sport".
Laut Sensi übe Galliani auch Druck auf Teamchef Giovanni Trapattoni aus, um ihn zu zwingen, die Milan-Spieler auf Kosten der Kicker rivalisierender Klubs zu schonen. "Es ist ein Skandal, Galliani darf einfach nicht erlaubt werden, Trapattonis Beschlüsse zu beeinflussen", so Sensi.
Mit seinem Protest meint es der 73-jährige Boss des römischen Klubs ernst. Während der Meisterschaftspause im Dezember will er einen Misstrauensantrag gegen Galliani einreichen, um ihn zum Rücktritt zu zwingen. Er könne mit der Unterstützung von neun Serie A- und drei Serie B-Klubs rechnen. "Bis Dezember werden wir über 20 Vereine sein und können unser Ziel erreichen: Demission von Galliani", betonte Sensi.
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