Russische Armee beginnt Offensive in Tschetschenien
- Sondereinheiten machen Jagd auf Rebellen
- Russisches Militär dementiert Bericht über Großoffensive
·Krieg seit 1750
Tschetschenien lange unterdrückt
Die russische Armee hat nach der Beendigung des Geiseldramas und der Ausschaltung der tschetschenischen Geiselnehmer in Moskau am Samstag eine Großoffensive in der abtrünnigen Kaukasus-Republik begonnen. "Sondereinheiten der Arme durchkämmen alle Teile der Republik, in denen sich nach aktuellen Angaben Rebellen aufhalten könnten", sagte ein Sprecher im Kaukasus-Stab in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny. Die Russische Armee dementiert diese Berichte.
Drei Rebellen seien bei dem Ort Nowogrosnenski getötet worden, meldete die Agentur Itar-Tass. In Grosny zündeten Rebellen einen Sprengsatz unter einem Panzerwagen der Armee. Nach russischen Angaben wurde dabei kein Soldat verletzt.
Das russische Militär hat Berichte über eine Großoffensive in Tschetschenien dementiert. Es gebe in der abtrünnigen Kaukasusrepublik keine spezielle Militäroperation, sagte der Chef der Militärverwaltung, Sergej Kisjun, am Samstag der Nachrichtenagentur Ria-Nowosti. Die Geiselnahme in Moskau habe keine Auswirkungen auf die Pläne der Armee. Die derzeitigen Aktionen in Tschetschenien hätten "örtlichen Charakter". Schwere Geschütze würden dabei nicht verwendet.
Die Nachrichtenagentur Itar-Tass hatte zuvor unter Berufung auf einen ranghohen Militärvertreter gemeldet, die russische Armee habe nach Beendigung des Geiseldramas in Moskau eine Großoffensive in Tschetschenien gestartet. Die Soldaten durchkämmten alle Regionen, in denen sich Rebellen aufhalten sollen. Dabei seien bisher drei tschetschenische Kämpfer getötet worden. Es seien Waffen, Sprengstoff und Drogen sowie Unterlagen und Nahrungsmittel sichergestellt worden.
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