Mittwoch, 23. Oktober 2002

Klimaschutz: Kanada ratifizierte Kyoto-Protokoll

  • Jetzt fehlt noch Russland, damit das Abkommen in Kraft tritt

Nach der Ratifizierung des Kyoto-Protokolls durch Kanada fehlt nur noch der Beitritt Russlands, um das internationale Umweltschutzabkommen in Kraft treten zu lassen. Der kanadische Ministerpräsident Jean Chretien unterschrieb am Montag die in der vergangenen Woche vom Parlament beschlossene Ratifizierungsurkunde.

Russland hat seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, das Abkommen zur Verringerung so genannter Treibhausgasen wie Kohlendioxid zu unterzeichnen. Seine Stimme ist entscheidend, da die USA als größter Verursacher des Ausstoßes von Treibhausgasen das Protokoll ablehnen.

Um in Kraft zu treten, muss es von mindestens 55 Ländern unterzeichnet werden, darunter jenen, die 1990 für 55 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich waren. Da die USA alleine 25 Prozent dieser Schadstoffe in die Atmosphäre ausstoßen, müssen praktisch alle Industrieländer unterzeichnen, damit es in Kraft tritt. Bisher sind dem Abkommen mehr als 80 Länder beigetreten. In dem Abkommen verpflichten sich die beigetretenen Länder, ihren Ausstoß von Treibhausgasen bis 2012 auf einen Wert sechs Prozent unter dem von 1990 zu verringern.

23.10.2002 08:41